Presseschau des Oranienburger FC Eintracht
MAZ, 05.10.2011 | Von Stefan Blumberg

Zwischen Spitzenspiel und Hertha BSC
Interview mit Vincent Lipp, Sommer-Neuzugang des Oranienburger FC

Der Oranienburger FC Eintracht behauptete mit dem 1:1 im vermeintlichen Spitzenspiel beim FC 98 Hennigsdorf Platz 1 der Landesliga Nord. Nach der Partie in Hennigsdorf und  vor dem Freundschaftsspiel am Freitagabend (18.30 Uhr) gegen den Bundesligisten Hertha BSC stellte sich OFC-Spieler Vincent Lipp den Fragen von Stefan Blumberg.

MAZ: In Hennigsdorf traf der Vierte auf den Ersten - war es für Sie ein Spitzenspiel?
Vincent Lipp: Unter den Umständen, wie es gelaufen ist, war es nicht besonders gut.
Wir waren durch die frühe rote Karte gehan-dicapt. Die Herunterstellung warf unsere Taktik über Bord. Wir wollten über den Kampf ins Spiel finden und mit hohem Tempo das Spiel gestalten. Das ist natürlich bei den sommerlichen Temperaturen und zu zehnt eine schwierige Sache.

MAZ: Ihre Mannschaft war dezimiert, keine Frage. Trotzdem war der Unterschied zum Spiel eine Woche zuvor gegen den BSC Rathenow doch sehr groß. Wie kommen solche Schwan-kungen zustande?
Lipp: Wir haben ja ziemlich gegengehalten. Aber vielleicht sind wir nicht bis an die Grenzen gegangen, ich weiß es nicht. Ich denke, dass einiges doch von der Tagesform einer Mannschaft abhängt. Mit dem einen Punkt können wir aber ganz gut leben.

MAZ: Sie haben den Führungstreffer markiert. Wie war die Situation?
Lipp: Ganz einfach: Flanke, Kopfball, Tor. Schade, dass der Ausgleich so schnell und so unglücklich fiel. Da schießt ein Hennigsdorfer aufs Tor, trifft den Ball nicht richtig und schießt dabei seinen Mitspieler an, von dem der Ball ins Tor rollt.

MAZ: Am vergangenen Sonnabend Hennigsdorf, am Freitag Hertha BSC. Ist das ein Highlight für Sie?
Lipp: Das ist natürlich etwas Besonderes. Die Spieler kennt man nur aus dem Fernsehen. Wir werden da nichts reißen können und klar unterlegen sein. Trotzdem glaube ich, dass sich alle auf diese Gelegenheit freuen, gegen Hertha spielen zu können.


MAZ, 08.08.2011 | Von Stefan Blumberg

"Es geht alles schneller!"
Interview mit Gerd Pröger, Trainer des Landesligisten Oranienburger FC

MAZ: Ihr Team verpasste den Aufstieg in die Brandenburgliga um zwei Punkte. Hatten Sie noch lange daran zu knabbern?

Gerd Pröger: Es hatte sich ja noch während der Saison ange-deutet, dass wir es schwer haben würden, bis ganz nach vorn zu kommen. Deshalb bin ich nach dem Saisonende auch relativ schnell zur Tagesordnung übergegangen. Der verpasste Auf-stieg ist natürlich ärgerlich, weil wir ihn selbst in der Hand hatten. Man muss da immer wieder das Spiel gegen Werder nennen, das wir nach einer 2:0-Führung und einem fatalen Patzer kurz vor Schluss noch 2:3 verloren haben. Auch gegen Rathenow lief es nicht gut. Wir haben gegen die starken Mann-schaften nicht die Nerven gehabt, entscheidend zu punkten.

MAZ: Trifft es Sie persönlich, das Ziel nicht erreicht zu haben?
Gerd Pröger: Wir wollten oben mitspielen. Ich wäre sehr gern aufgestiegen. Ich denke, wir haben durch einige individuelle Fehler unsere gute Ausgangsposition aus der Hand gegeben. Und man fragt sich natürlich auch selbst, ob man alles richtig gemacht hat.

MAZ: Ihre Mannschaft veränderte sich in der Sommerpause. Nach welchen Prämissen wurden die Neuen geholt?

Gerd Pröger: In der vergangenen Saison fehlte uns in wichtigen Spielen die Handlungs-schnelligkeit. Wir hatten generell Probleme mit dem Tempo. Da haben wir den Hebel ange-setzt. Die Neuen besitzen eine gewisse Grundschnelligkeit. Solche Typen brauchen wir, um Gegner, die hinten drin stehen, mit überraschenden Aktionen zu schlagen. Mit solchen Kontrahenten haben wir uns meistens schwergetan.

MAZ: Und die Neuzugänge bringen diese Eigenschaften mit?

Gerd Pröger: Vincent Lipp und Jonny Ratajczak sind solche Spieler, aber auch Jerome Malanowski kann einiges im Spiel nach vorn bewirken. Andere sind auch noch da.

MAZ:Ist es die schnelle Art von Fußball, mit der man aufsteigen kann?

Gerd Pröger:: Aufsteigen wird, wer die stabilste Abwehr hat. Aber es ist eben wichtig, kompakte Abwehrreihen zu knacken. Die müssen beschäftigt werden. Und wer schnell spielt, erzielt auch mehr Tore.

MAZ: Haben die neuen Spieler das Zeug, den Sprung ins Team zu schaffen?

Gerd Pröger: Ich denke, wir liegen ganz gut mit ihnen. Sie sind im Training und in den Spielen sehr engagiert. Lipp und Ratajczak kristallisierten sich zu potenziellen Leistungs-trägern heraus. Mario Zodl fehlt nach seiner längeren Pause noch die Wettkampfhärte. Bei Martin Schönhoff merkt man, dass er aus einer unterklassigen Mannschaft kommt. Aber er ist dabei, sich an die Landesliga zu gewöhnen. Enttäuscht bin ich von Kalid El Ahmar, der aus den A-Junioren kommt. Ihm fehlen der Biss und die Zuverlässigkeit. Ich vermisse, den Willen, dass er in die erste Mannschaft kommen will. Mit dieser Einstellung wird`s schwer.

MAZ: Der Verein trennte sich von Torwart Dirk Brändike, obwohl er ein sicherer Rückhalt war. Wie stellt sich die Torwartsituation derzeit dar?

Gerd Pröger: Dirk spielte eine normale Saison. Seine Defizite lagen im Fußballerischen. Es ist heute so, dass Spielsituationen ja schon vom Torwart schnell und sicher eingeleitet werden können und sollten. Das entsprach nicht meinen Vorstellungen.

MAZ: Jetzt haben Sie drei Torwarte in petto. Wer macht das Rennen um das Trikot mit der Nummer 1?

Gerd Pröger: Wir haben Christian Mimietz, Kevin Jänecke und Rico Friedrich. Christian dehnte sich bei einem Spiel der Bundeswehr vor mehreren Wochen das Innenband stark. Er hatte gehofft, dass es längst schon verheilt ist. Dem ist aber nicht so. Ob er bis zum Saisonanfang fit wird, ist fraglich, es ist noch ein "Wackelknie". In den Vorbereitungs-spielen hütete Kevin Jänecke das Tor. Er wurde bisher nicht sonderlich geprüft, aber hat auch nur einen Elfmeter kassiert. Er hängt sich im Training voll rein. Rico ist noch ein junger Torwart, der auch noch etwas Zeit hat. Es sieht danach aus, dass Kevin Jänecke am 1.Spieltag gegen Borgsdorf im Tor stehen wird.

MAZ: Können sich Spieler aus der zweiten Mannschaft Hoffnungen machen, dass sie Einsätze im ersten Team bekommen?

Gerd Pröger: Wir haben 18, 19 Spieler. Ich weiß aber, dass es im Kreisligateam Spieler gibt, die sind nicht schlechter. Ich denke da an Dennis Dombert und Christoph Holzwarth.

MAZ: Ihre Mannschaft hatte in der vergangenen Saison einige Spieler verletzungsbedingt ersetzen müssen. Ist mit deren Rückkehr zu rechnen?

Gerd Pröger: Christoph Bartodziej befindet sich nach seinem Kreuzbandriss im Training, spielt auch Fußball mit. Aber noch braucht er Zeit. Am weitesten sind Jerome Malanowski und Kai Bremer. Jerome hat in der letzten Zeit stabil gespielt. Kai Bremer zog sich am Sonnabend im Training eine Zerrung zu. Er wird wohl 14 Tage ausfallen. Marcel Tauschen-sky steht vorerst nicht im Kader, weil er nach dem Abschluss seiner Polizeiausbildung in Frankfurt seinen Dienst verrichtet. Es kann sein, dass er im Herbst wieder zurück nach Oranienburg kommt. Und Sven Hartmann fällt noch sehr lange aus. Nach seinem Kreuzband-riss wird er wohl in der nächsten Woche operiert.

MAZ: Ist der "neue OFC" stärker als der im Vorjahr?

Gerd Pröger: Er ist auf jeden Fall aggressiver und schneller im Umkehrspiel. Mit Spielern wie Zodl, Lipp, Ratajczak oder Schönhoff sind wir gut aufgestellt. Im vergangenen Jahr waren wir gar nicht so schlecht. In der Rückrunde verloren wir nur ein Spiel. Wenn wir aus dieser Saison viele Sachen mitnehmen und darüber hinaus einiges besser machen, sieht es gut aus.

MAZ: Die Sportanlage des Oranienburger FC wird umgestaltet. Wird das Einfluss auf den Spielbetrieb haben?

Gerd Pröger: Künftig wird der Hauptplatz am Vereinshaus sein. Er wurde im Sommer um etwa drei Meter verbreitert. Vielleicht spielen wir schon gegen Teltow drauf. Ich erhoffe mir von dem neuen Platz mit der Tribüne mehr Fußballatmosphäre.

OGA, 12.07.2011 | Von Dirk Nierhaus

Das Ziel heißt Meisterschaft

Fußball-Landesligist OFC Eintracht greift wieder an. Am Montag bat Trainer Gerd Pröger zum ersten Training nach der Pause. Das Ziel ist der Aufstieg in die Brandenburgliga.

"Wir wollen Meister werden. Eine andere Zielstellung ist inakzeptabel", sagte Pröger. Einfach werde das aber nicht. Als Hauptkonkurrenten im Kampf um den Aufstieg sieht der Oranien-burger Coach den FC 98 Hennigsdorf, den Schönwalder SV und Aufsteiger Teltow.
Zerschlagen hat sich indes mittlerweile die Hoffnung, dass wegen der Regionalliga-Reform - aus drei Staffeln werden nach der kommenden Saison fünf - mehr Mannschaften aufsteigen. "Auf der Staffeltagung in Rathenow am vergangenen Sonnabend wurde das ausgeschlossen. Es ist bestenfalls möglich, dass neben den Staffelsiegern der bessere Tabellenzweite der beiden Landesliga-Staffeln aufsteigt, wenn nur eine Brandenburger Mannschaft aus der Oberliga absteigt", so Pröger.
Mit einer auf mehreren Positionen veränderten Mannschaft geht der OFC das Unternehmen Aufstieg nach dem Scheitern in der Vorsaison an. Im Tor gibt es einen Dreikampf: Um die Nachfolge von Dirk Brändike als Nummer eins bewerben sich Christian Miemitz, der aus Ger-mendorf zurückgekehrte Kevin Jänecke und Rico Friedrich. Von den Zugängen Vincent Lipp, Jonny Ratajczal (beide HSV Rot-Weiß), Mario Zodl (Altlüdersdorf) und Martin Schönhoff (Fürstenberg) erwartet Pröger vor allem "mehr Dynamik und Tempo". Fehlende Schnelligkeit sei ein großes Defizit in der vorigen Serie gewesen. Hoffnungen setzt der Trainer auch in Jerome Malanowski, Christoph Bartodziej und Kai Kremer, die zuletzt verletzungsbedingt kaum zum Einsatz kamen. "Sie sind wie Zugänge."



OGA, 08.06.2011 | Von Dirk Nierhaus

Jungprofi zu Gast in Oranienburg

Das Fußball-Abc erlernte Marcus Mlynikowski beim Oranienburger FC Eintracht. Mittlerweile steht der 19-Jährige bei Werder Bremen an der Schwelle des Profi-bereichs. Davon profitiert sein Heimatverein.

2500 Euro Ausbildungsentschädigung zahlte der DFB an die Kreisstädter aus. Die kauften davon Trainingsmaterialien wie Mini-Tore und Slalomstangen. Und präsentierten sie Mlyni-kowski, der seinem Heimatverein in der vergangenen Woche einen Besuch abstattete.
Mlynikowski hatte von 2000 bis 2005 in der E- und D-Jugend die Töppen für Oranienburg geschnürt. 2005 wechselte der Linksverteidiger zu Union Berlin. 2010 ging die Reise weiter nach Bremen, wo er für Werder in der Bundesliga der A-Junioren am Ball war. "Leider hat es nicht zur Meisterschaft gereicht. Wir sind knapp Zweiter geworden", bedauerte der 19-Jährige. In der neuen Spielzeit rückt er in den Kader der Bremer Reserve auf. Dort half er in der zurückliegenden Serie schon zweimal erfolgreich aus - damals noch in der 3. Liga. Allerdings stieg die Zweite in die Regionalliga ab. Mlynikowski hofft trotzdem noch auf den Klassenerhalt. Koblenz droht der Lizenzentzug. "Die Spielstärke in der 3. Liga ist wesentlich höher. Von daher wäre das schon eine bessere Vorbereitung auf die Bundesliga", sagte Mlynikowski, der in Bremen noch einen Vertrag bis Sommer 2012 besitzt.

Marcus Mylnikowski

MAZ, 17.04.2011 | Von Stefan Blumberg

Landespokal: Oranienburger FC - SV Babelsberg 03
Stimmen zum Pokalspiel

Gerd Pröger, Trainer OFC: Glückwunsch an die Babelsberger zum verdienten Sieg. Unser Ziel war es, die Räume eng zu machen. Ärgerlich für mich ist, dass wir in der Phase, in der wir ganz gut im Spiel waren, nach einem Fehler ausgekontert werden. Das sah schon ein wenig nach Anschauungsunterricht aus. Nach dem 0:3 haben wir diszipliniert weitergespielt. Das gefiel mir. Dienstags ist im Training immer unser Hauptbelastungstag. Das war eine schöne Trainingseinheit.

Dietmar Demuth, Trainer SVB: Wir wollen ins Finale kommen und dort auch gewinnen. Kompliment an die Oranienburger, dass sie - im Gegensatz zu manch anderer Mannschaft - mit ganz fairen Mitteln gespielt haben. Spielerisch war das nicht besonders gut von unserer Seite. Die Spieler, die sonst nicht zum Zug kommen, haben ihre Chance nicht richtig genutzt. Wichtig ist aber, dass wir weitergekommen sind.

Nils Niedermeyer, Spieler OFC: Sicher ist das 0:3 okay. Aber die haben ja auch nicht Gas gegeben. Das 1:0 war ein Geschenk. In der zweiten Hälfte ließen es die Babelsberger ruhiger angehen. Da hätten wir mehr nachsetzen müssen. Bisher haben die Babelsberger in dem Wettbewerb in jedem Spiel ein Tor kassiert, heute leider nicht.

Fabian Lenz, Spieler OFC: Hätte uns jemand vorher gesagt, dass wir nur 0:3 verlieren, hätten wir uns wahrscheinlich gefreut. Aber jetzt sehe ich das ein bisschen anders. Alle drei Gegentore waren blöd. Wir machen die Fehler, der Gegner nutzt sie aus. Im Angriff spielten wir zu ängstlich.

Marian Unger, Torwart SVB: In diesem Wettbewerb geht es ergebnisorientiert zu. Uns tat es deshalb nicht weh, dass wir nach der Pause nicht nachgelegt haben. Es ging darum, den Gegner laufen zu lassen und das Ergebnis zu verwalten.


OGA, 15.11.2010 | Von Moritz Ballerstädt

Video-Center auf "Die Mark Online"

Helmut Bugiel Unter anderem mit folgenden interessanten Filmbeiträgen:

Helmut Bugiel, Manager beim OFC Eintracht ...  
Oberhavel-Masters 2010, Stadtduell im Finale ...  





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