Ein Rückblick auf das Erfolgsevent des OFC
14. Januar 2011, 15.30 Uhr
14. Oberhavel-Masters 2012
TuS feiert am Lehnitzsee
Gastgeber Oranienburger FC enttäuscht maßlos

Der Sieger des hochkarätig besetzten 14. Oberhavel-Masters heißt TuS Sachsenhausen. In der ausverkauften Oranienburger MBS-Arena setzte sich der Ortsnachbar gegen namhafte Konkurrenz aus ganz Oberhavel durch. Der SV Altlüdersdorf verpasste die Titelverteidigung mit einer 5:2-Finalniederlage. Keinen Glanz konnte der Gastgeber versprühen. Für den Oranienburger FC war der Titeltraum schon nach der Vorrunde ausgeträumt.

SVA und TuS auf Kurs
Beide Finalisten hatten sich in ihren Gruppen mit zwei Siegen und einem Remis durchgesetzt. Während die Gruppe B bis zum letzten Spiel spannend blieb, wurde die Gruppe A vom Vorjahres-sieger Altlüdersdorf dominiert, der nur in der Partie gegen Zehdenick zwei Punkte abgab. Somit blieben Zehdenick und Velten auf der Strecke. Der SVZ gewann das direkte Duell mit 3:1 und kam auf Platz drei ein.

Enger ging es in Gruppe B zu. Dort entschied sich erst im letzten Gruppenspiel zwischen dem OFC und dem FC 98, wer den zweiten Halbfinalplatz einnahm. Ein Remis hätte den Oranienburgern gereicht. Doch selbst eine 2-Minuten Überzahl reichte nicht, der FC 98 siegte 1:0. Somit sicherten sich Hennigsdorf und Hohen Neuendorf Platz 2 und die Halbfinalteilnahme in ihren Gruppen.

Starke Nerven
Beide Halbfinals verliefen eng und spannend. Titelverteidiger SVA konnte sich den Weg ins Finale nur über starke Nerven ebnen und musste ins Neunmeterschießen gegen den FC 98. 2:2 stand es nach Ende der regulären Spielzeit. Vom Punkt hatte der Titelverteidiger mit 1:0 die Nase vorn. Im zweiten Semifinale führte Hohen Neuendorf lange Zeit mit 2:1, ehe TuS-Lebensversicherung Andor Müller und Marcel Lesniak mit ihren Treffern den Favoriten - der mit 16 Toren treffsicherste Team stellte - ins Finale schoss.

Im kleinen Finale setzten sich die Hennigsdorfer gegen Hohen Neuendorf mit 3:2 durch.

Das Endspiel gewann der Brandenburgligist dann überraschend deutlich gegen den Titelverteidiger SVA mit 5:2. Wegbereiter des Sieges bei der 14. Auflage der Traditionsveranstaltung war vor über 850 Zuschauern Andor Müller, der einst den Oranienburger Nachwuchs durchlief. Zum besten Spieler wurde Ivica Vukadin (SVA), zum besten Torwart Patrick Bobermin (FC 98) gewählt. Die Torjäger-Trophäe sicherte sich Fathi Polat (SVA) im Neunmeterschießen gegen Andor Müller (TuS). Beide hatten jeweils 6 Treffer markiert.

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Stimmen der Trainer & Spieler

Obrad Marjanovic, Trainer TuS 1896 Sachsenhausen: Wir hatten uns vorgenommen, uns nicht zu blamieren. Unsere ersten Spiele waren nicht berauschend. Wir sind eine Turniermannschaft und haben uns wie schon beim Turniersieg in Eberswalde gesteigert. Die Mannschaft war willig. Spielerisch und kämpferisch hat sie sich stark präsentiert.

Ersan Parlatan, Trainer SV Altlüdersdorf: Sachsenhausen hat verdient gewonnen. Wir haben in einem schönen Turnier ordentliche Spiele abgeliefert. Nach hinten raus wurde die Luft enger. Insgesamt können wir aber zufrieden sein. Es macht mich stolz, dass zwei unserer Spieler gesondert geehrt wurden.

Daniel Kraatz, Trainer FC 98 Hennigsdorf: Wir haben ein sehr gutes Turnier gespielt. Aus meiner Sicht waren wir die positive Überraschung. Im Halbfinale gegen Altlüdersdorf sind wir dicht dran. Darum bin ich voll zufrieden mit dem Turnierabschluss. Mit der Leistung der Leitung aber nicht. In gewissen Spielen gab es unglückliche Entscheidungen.

Marijan Reeder, Trainer Blau-Weiss Hohen Neuendorf: Es war ein klasse Turnier mit einem schönen und spannenden Endspiel. Ich bin nicht unbedingt zufrieden. Im Halbfinale gegen Sachsenhausen waren wir nicht bissig genug. Bei meinen Spielern fehlte das Licht in den Augen, das ich bei Andor Müller gesehen habe. Gegen Hennigsdorf haben wir dann zwei Tore selbst vorbereitet.

Frank Neumann, Trainer SV Zehdenick: Mit unserem Auftritt im Konzert der Großen bin ich sehr zufrieden. Das Wichtigste war, dass wir gesehen haben, dass wir spielerisch mithalten können. Dabei haben wir sogar die Riesenchance auf den Einzug in das Halbfinale. Gegen Hohen Neuendorf haben wir Lehrgeld bezahlt, auch gegen Altlüdersdorf haben wir den Sieg verschenkt. Es war was ganz Neues für mich, dieses Turnier mitzumachen.

Gerd Pröger, Trainer OFC Eintracht: Die Favoriten standen im Endspiel. Es war ein würdiges Finale mit einem hochverdienten Sieger. Mir hat es Spaß gemacht, zuzugucken. Wir selbst haben keinen Lauf reinbekommen, sind nicht in das Turnier gekommen. Es gibt solche Tage. Wir wirkten verkrampft, haben die Konterangriffe schlecht ausgespielt. Es war nicht das, was ich mir erhofft hatte.

Christian Städing, Trainer FSV Forst Borgsdorf: Es war ein schönes Turnier, was Spaß macht. Wir waren nicht so zufrieden. Nach dem schlechten ersten Spiel haben wir uns ein bisschen gesteigert. So gab es relativ enge Spiele, die auch anders hätten ausgehen können. Es waren kleine Nuancen, die gefehlt haben. Diese Kleinigkeiten entscheiden aber nun einmal. Bitter ist die Verletzung von William Hietmann. Die erste Diagnose deutet auf einen Innenbandabriss oder Meniskus hin.

Hartmut Berndt, Trainer SC Oberhavel Velten: Wir sind von Anfang an bei diesem Turnier dabei. Sportlich wird es immer besser. Viele Härten und Nickeligkeiten, wie es sie früher gab, finden nicht mehr statt. Vieles war recht ansehenswert. Wir können da im Moment leider nicht mithalten. Um der Verletzungsgefahr vorzubeugen, habe ich einige Spieler nicht eingesetzt. Unsere Ziele sind auf den Verbleib in der Landesliga gerichtet.

Fatih Polat, SV Altlüdersdorf (Bester Torschütze): Sachsenhausen war einen Tick besser. Wir hatten eine sehr anstrengende Woche. Da ist das okay. In Altlüdersdorf hoffe ich auf eine erfolgreiche Zeit. Ich habe einen sehr guten Eindruck.

Patrick Bobermin, FC 98 Hennigsdorf (Bester Torwart): Mit dieser Auszeichnung habe ich nicht gerechnet. Das gibt einen Push für die Saison. Das Wichtigste war, dass wir Oranienburg geschlagen haben.

Sören Schubert, FC 98 Hennigsdorf: Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Die Niederlage im Halbfinale gegen Altlüdersdorf war aber schon bitter.

Carsten Schmidt, Blau-Weiss Hohen Neuendorf: Das Masters ist ein stark besetztes Turnier. Unser Ziel war das Halbfinale. Letztlich war aber mehr drin. Unser Keeper Christian Gantzke ist verletzt, der Ersatztorwart im Urlaub. Deswegen musste ich ins Tor. In der Jugend habe ich das öfter mal gemacht. Es macht mir Spaß, ist aber ganz sicher keine Dauerlösung.

Jerome Malanowski, OFC Eintracht: Die Chancen waren da, wir haben uns aber zu dämlich angestellt. Das Turnier war vom Niveau her nicht übermäßig. Sachsenhausen war das beste Team und hat verdient gewonnen.

Thorben Schöffel, FSV Forst Borgsdorf: Wir hatten uns mehr erhofft. Als Außenseiter sucht man immer seine Chance. Das geht aber in Ordnung. Wir hatten viele Verletzte und waren am Ende nur noch zu sechst.

Ingo Widiger, Turnierleiter und Staffelleiter Landesliga Nord: Bei diesem Turnier sind alle Spiele Derbys. Jeder will sein Gesicht wahren. Dass es dann auch mal zu strittigen Entscheidungen der Schiedsrichter kommt, ist nicht zu vermeiden.

Helmut Bugiel, Manager des OFC Eintracht: Mit der Platzierung unserer Mannschaft bin ich nicht zufrieden. Ich teile nicht die Meinung, dass die Schiedsrichter dem Niveau des Turniers nicht gewachsen waren.

David Deringer, Schiedsrichter: Es war ein weitestgehend faires Turnier mit nur fünf Zeitstrafen. Emotionen gehören bei einem solchen Turnier dazu. Sicherlich waren auch wir nicht fehlerfrei.

Peter Heydenbluth, Geschäftsführer von Sponsor ERV: In Oberhavel erleben wir Hallenfußball in einer Form und Qualität, wie es im Land einmalig ist. Nicht umsonst haben wir das Brandenburgmasters hergelockt. Die Region verdient es, während der Winterpause attraktiven Fußball zu sehen.

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Gruppe A
SV Altlüdersdorf - SCO Velten 4:0
Hohen Neuendorf - SV Zehdenick 3:1
SV Altlüdersdorf - Hohen Neuendorf 4:0
SCO Velten - SV Zehdenick 1:3
SV Zehdenick - SV Altlüdersdorf 1:1
Hohen Neuendorf - SCO Velten 2:1

1. SV Altlüdersdorf 9:1   7
2. Blau Weiß Hohen-Neuendorf 5:6  6
3. SV Zehdenick 5:5  4
4. SCO Velten 2:9  0

Gruppe B
Sachsenhausen - Oranienburger FC 1:1
FC 98 Hennigsdorf - Forst Borgsdorf 3:0
Sachsenhausen - FC 98 Hennigsdorf 4:0
Oranienurger FC - Forst Borgsdorf 3:1
Forst Borgsdorf - Sachsenhausen 2:3
FC 98 Hennigsdorf - Oranienburger FC 1:0

1. TuS Sachsenhausen 8:3  7
2. FC 98 Hennigsdorf 4:4  6
3. Oranienburger FC Eintracht 4:3  4
4. Forst Borgsdorf 3:9  0

Halbfinale
SV Altlüdersdorf - FC 98 Hennigsdorf 3:2 n.E. (2:2)
Hohen Neuendorf - Sachsenhausen 2:3

Spiel um Platz 7
SCO Velten - Forst Borgsdorf 2:3

Spiel um Platz 5
SV Zehdenick - Oranienburger FC 4:3 n.E. (2:2)

Spiel um Platz 3
FC 98 Hennigsdorf - BW Hohen Neuendorf 3:2

Finale:
SV Altlüdersdorf - Sachsenhausen 2:5

Bester Spieler: Ivica Vukadin (SVA)
Bester Torschütze: Fathi Polat (SVA)
Bester Torwart: Patrick Bobermin (FC 98)










17. Januar 2011, 15.30 Uhr
13. Oberhavel-Masters 2011
Turnier der Überraschungen
Altlüdersdorf gewinnt vor Borgsdorf

Der Stachel saß tief. Früh war der Sachsenhausener Traum von der Titelverteidigung ausgeträumt. Groß waren die Erwartungen, minimal die Ausbeute. Als Letzter der Gruppe A gab es für die von Rüdiger Lange trainierte Brandenburgliga-Truppe nicht viel Positives zu bescheinigen. "Es ist schon peinlich, als Vorjahressieger in der Vorrunde rauszufliegen. Wir haben viel zu kompliziert gespielt und wollten den Ball manchmal ins Tor tragen. Wir sind total enttäuscht", fasste TuS-Torwart Nick Schrobback das Debakel der "Schwarz-Gelben" zusammen.

Doch nicht nur den Brandenburglisten warf es früh aus der Bahn. Auch die von Daniel Kraatz trainierten Hennigsdorfer haderten mit ihrem Spiel. Sie schieden - als Vorletzte der Gruppe A - früh aus. Im entscheidenden Duell gegen Forst Borgsdorf gelang den Hennigsdorfern kein Sieg (1:1). Der FSV Forst Borgsdorf sicherte sich damit als Gruppenzweiter (hinter Blau-Weiss Hohen Neuendorf) das Halbfinalticket. Die Reaktionen auf diesen Halbfinaleinzug waren gemischt. Der Großteil der knapp 800 Zuschauer sahen die von Christian Städing trainierte Landesklasse-Mannschaft als "Kanonenfutter" für den Oranienburger FC an. Doch es sollte anders kommen. Entgegen aller Erwartungen schafften die "Förster" die faustdicke Überraschung im Halbfinale. Nach einem Doppelpack von Robert Lorz (2., 6.) erreichte die Dramatik ihren Höhepunkt. Viele OFC-Fans konnten ihren Augen kaum trauen. Auch der Anschlusstreffer von Fabian Lenz (9.) brachte keine Wende im Spiel. Die letzten Sekunden liefen, und die Zuschauer hielt es nicht mehr auf ihren Plätzen. "Nun macht doch mal was, das kann doch nicht sein", riefen die sichtlich nervösen Anhänger der Kreisstädter. Der OFC kämpfte, aber ein Tor wollte ihm nicht gelingen. 15 Sekunden vor dem Ende hämmerte dann erneut ein Borgsdorfer (Robert Schöniger) den Ball ins Netz. 3:1-Endstand - aus der Traum von der erneuten Finalteilnahme. Knapp reichte es gegen Hohen Neuendorf noch zum 3. Platz (3:2).

Landesklasse Nord gegen Oberliga. FSV Forst Borgsdorf gegen den SV Altlüdersdorf lautete die Ansetzung der Finalpartie. Die Altlüdersdorfer - bis dato nur gegen Oranienburg in der Vorrunde unterlegen - wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit durchdachtem Spiel und deutlicher technischer Überlegenheit sicherten sie sich den hochverdienten Turniergewinn. Das 13. Hallen-masters zeigten Hallenfußball von seiner schönsten Seite: schnell, technisch anspruchsvoll und vor allem fair. Nur drei Zeitstrafen mussten die Schiedsrichter verhängen. "Es war eine tolle Veran-staltung. Es ist sehr schön, dass es so friedlich zur Sache ging - sowohl auf dem Spielfeld als auch auf den Zuschauerrängen. Schade, dass es mit dem Altlüdersdorfer Milovanovic einen Schwerver-letzten gab. Wir wünschen ihm eine gute Genesung (Knöchelverletzung)", so das positive Fazit von Jürgen Peter, Vorsitzender des OFC.

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"Aufstand der vermeintlich Kleinen" Stimmen der Trainer & Spieler

Hans Oertwig, Trainer Altlüdersdorf: Es war wie in den letzten Jahren ein tolles Turnier, und ich denke, dass mein Team verdient gewonnen hat. Respekt vor Borgsdorf als Finalgegner. Ich fand das Niveau heute im Allgemeinen sehr hoch, und das ist gut für den Fußballkreis Oberhavel. Leider haben wir mit Danijel einen Verletzten zu beklagen.

Christian Städing, Trainer Borgsdorf: Der SVA ist der verdiente Turniersieger. Er hat mit Ab-stand den schönsten Fußball gespielt. Wir sind mehr als zufrieden mit unserer Leistung. Wir hatten uns schon sehr über die Qualifikation für das Turnier gefreut, der 2. Platz ist natürlich die Krönung des Ganzen.

Gerd Pröger, Trainer Oranienburg: Man könnte fast sagen, heute war ein "Aufstand der ver-meintlichen Kleinen". Das ist gut für den Fußball und für die Zuschauer. Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, auch wenn das verpasste Finale natürlich ein Wermutstropfen ist.

Marijan Reeder, Trainer Hohen Neuendorf: Wir wollten heute Hecht sein, und ich denke, das ist uns gelungen. Wir haben uns durch eine starke Gruppe gekämpft, und das ohne eine Niederlage. Im Halbfinale an der überragenden Turniermannschaft zu scheitern, ist keine Schande.

Dirk Hein, Trainer Zehdenick: Wir waren im letzten Jahr Letzter und wollten es in diesem Jahr besser machen. Das haben wir geschafft - ich bin sehr zufrieden. Wir haben gezeigt, dass auch Fußballer aus der Landesklasse guten Hallenfußball spielen können.

Daniel Kraatz, Trainer Hennigsdorf: Für mich ist unser Abschneiden eine absolute Enttäuschung. Das Halbfinale war unser Ziel, doch mit der Einstellung, die einige meiner Spieler an den Tag legten, war dies nicht möglich.

Rüdiger Lange, Trainer Sachsenhausen: Das war heute gar nichts von uns. Da stimmte hinten und vorne nichts. Kompliment an Hans Oertwig und seine Truppe, sie haben verdient gewonnen. Wir sind maßlos enttäuscht.

Tino Hennig, Trainer Velten: Es gibt wenig zu sagen. Es war ein top organisiertes Turnier, und unsere Leistung war sehr schlecht - ich bin enttäuscht von meinem Team.

Christopher Blazynski, Spieler Altlüdersdorf: Wir haben uns heute kontinuierlich gesteigert und verdient gewonnen. Es war ein qualitativ hochwertiges Turnier.

Stefan Elor, Spieler Zehdenick: Das Halbfinale wäre das i-Tüpfelchen gewesen. Doch wir hatten eine starke Gruppe und sind nicht unzufrieden.

Torsten Thiel, Spieler Hohen Neuendorf: Wir hätten nicht gedacht, dass wir so weit kommen. Wir sind sehr zufrieden.

Stephan Pötzl, Spieler Oranienburg: Das Finale war unser Ziel. Vielleicht haben wir die Borgs-dorfer auch etwas unterschätzt. Platz drei ist gelungene Schadensbegrenzung.

Matthias Meier, Spieler Hennigsdorf: Es war ein sehr gutes Turnier. Mit der eigenen Leistung sind wir ganz und gar nicht zufrieden.

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"Das ist der Wahnsinn" Interview mit Frank Schütze (Borgsdorf, bester Torwart)

MAZ: Glückwunsch zum 2. Platz! Ist das Ergebnis auch für Sie eine Überraschung?
Frank Schütz: Auf jeden Fall. Wir hatten eine starke Gruppe. Wir hatten damit geliebäugelt, even-tuell ins Halbfinale zu kommen, doch an das Finale hat wohl keiner geglaubt. Das ist der Wahnsinn! Es war ein super Turnier, und die Stimmung in der Halle war wirklich grandios.

MAZ: Mit tollen Paraden hielten Sie ein ums andere Mal die Siege fest. Wie viel bedeutet Ihnen die Auszeichnung als bester Torwart?
Schütze: Das ist eine große Ehre für mich. Bei diesem Turnier ist die Dichte an guten Torhütern immens. Der Pokal bekommt mit Sicherheit einen guten Platz in meiner Wohnung.

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Gruppe A
Sachsenhausen - Hennigsdorf 1:1
Borgsdorf - Hohen-Neuendorf 0:2
Sachsenhausen - Borgsdorf 0:1
Hennigsdorf - Hohen-Neuendorf 1:1
Hohen-Neuendorf - Sachsenhausen 2:2
Borgsdorf - Hennigsdorf 1:1

1. Blau Weiß Hohen-Neuendorf 5:3 5
2. FSV Forst Borgsdorf 2:3 4
3. FC 98 Hennigsdorf 3:3 3
4. TuS Sachsenhausen 3:4 2

Gruppe B
Altlüdersdorf - Oranienburger FC 1:2
Zehdenick - SCO Velten 4:2
Altlüdersdorf - Zehdenick 3:1
Oranienburger FC - SCO Velten 3:1
SCO Velten - Altlüdersdorf 4:8
Zehdenick - Oranienburger FC 1:2

1. Oranienburger FC Eintracht 7:3 9
2. SV Altlüdersdorf 12:7 6
3. SV Zehdenick 6:7 3
4. SC Oberhavel Velten 7:15 0

Halbfinale
Hohen-Neuendorf - Altlüdersdorf 1:5
Borgsdorf - Oranienburger FC 3:1

Spiel um Platz 7
Sachsenhausen - SC Velten 9:2

Spiel um Platz 5
Hennigsdorf - Zehdenick 1:3

Spiel um Platz 3
Hohen-Neuendorf - Oranienburger FC 2:3

Finale:
Altlüdersdorf - Borgsdorf 7:0

Bester Spieler: Christoph Blazynski (SVA)
Bester Torschütze: Christoph Blazynski (SVA)
Bester Torwart: Frank Schütze (Borgsdorf)

16. Januar 2010, 15.00 Uhr
12. Oberhavel-Masters 2010
Zuviel des "Guten"
Oberhavel-Hallenmasters mit voller Hütte und zahlreichen Emotionen

Dass auch die Rundumbande kein Allheilmittel ist, zeigte das erste Oberhavel-Masters in der neuen Arena. Denn spielerisch erlebte die Veranstaltung keinen Aufschwung. Viel Rasse - nur selten Klasse, so ließe sich das 12. Oberhavel-Hallenmasters am schnellsten zusammenfassen.

Vor ausverkauftem Haus (853 Zuschauer) zeigten die Akteure zwar ungeheuren Kampfgeist, aber nur hin und wieder ihr fußballerisches Können. Eine Ausnahme bildete der Altlüdersdorfer Sanel Begzadic, dessen Kabinettstückchen zwar mitunter "brotlose Kunst" waren, aber zumindest für ein wenig Szenenapplaus sorgten. Ansonsten bekamen die Fans viele Zweikämpfe an der Rundumbande zu sehen. Dass es nur kleinere Blessuren gab, erschien da schon fast wie ein kleines Wunder. Einzig Stefan Elor vom Turniersieger TuS 1896 Sachsenhausen trug bei einem unglücklichen Sturz im Endspiel eine Platzwunde an der Stirn davon. Neben den Zuschauern waren die Schiedsrichter die größten Opfer des sehr emotionsgeladenen Fußballs. "Du hast keine Zeit zum Luftholen. Ich bin jetzt schon kaputt", bekannte Michael Wendorf bereits nach seiner dritten Vorrundenpartie. Zumindest auf den Rängen war der Appell vom OFC-Präsident Jürgen Peter angekommen: Hier dominierte die Fairness. Den Rahmen und gleichzeitig den roten Faden des Turniers bildeten die Stadtduelle zwischen dem OFC und TuS.

Während der Auftakt (0:0) noch enttäuschend war und auch das Duell der Minis (0:0) keinen Sieger fand, bot das Finale dann schon fast zuviel des "Guten." Negativer Höhepunkt war die rote Karte gegen den Oranienburger Sven Hartmann, der plötzlich auf Alexander Weiss losging und ihn umschubste. Die Heftigkeit von Hartmanns Reaktion lässt erahnen, dass seine Anschuldigung, Weiss hätte ihn angespuckt, wohl nicht aus der Luft gegriffen war, wenngleich der TuS-Akteur die Vorwürfe bestritt. In dieser hektischen Schlussphase des Endspiels konnten Lars Hellmich und Philipp Kühl die entscheidenden Treffer zum ersten Sieg der Sachsenhausener beim Hallenmasters markieren. Für Martin Pilz war es gar der dritte Titel in Folge, hatte er doch in den Jahren zuvor bereits zweimal mit dem FC 98 Hennigsdorf triumphiert. Die Hennigsdorfer gehörten diesmal auch zu den Enttäuschten, wenngleich Co-Trainer Daniel Kraatz nicht den Stab über dem blutjungen Team brechen wollte: "Wir hatten einen Altersdurchschnitt von 20 Jahren. Da fehlt natürlich die Erfahrung, die bei so einem Turnier entscheidend sein kann."

Auch der SV Altlüdersdorf war mit einem sehr jungen Team angereist, das sich mit seiner Verspieltheit mitunter selbst im Wege stand. So waren die Oertwig-Schützlinge auch das Opfer der ersten Sensation des Tages, als der SV Mühlenbeck mit geradlinigen und schnellen Aktionen den vermeintlichen "Koloss" mit 3:2 zu Fall brachte. Dennoch war SVM-Coach Steffen Dierig am Ende nicht zufrieden: "Ja, das erste Spiel war gut. Aber danach haben wir uns nicht mehr ordentlich verkauft. Hennigsdorf und Velten waren keineswegs unschlagbar. Wir waren eindeutig zu undiszipliniert!" Immerhin feierten die zahlreich mitgereisten SVM-Anhänger ihre Mannschaft nach dem siebten Platz fast so überschwänglich wie die TuS-Fans den Turniersieger. Lange Gesichter gab es hingegen bei den Zehdenickern. "Wir konnten körperlich und geistig nicht mithalten", beklagte Trainer Dirk Hein den farblosen Auftritt. Am Ende sortierte sich das Feld entsprechend der Spielklassen-Zugehörigkeit. Aber große spielerische Unterschiede hatte es nicht gegeben. "Kein Team war hier drückend überlegen", bekannte auch TuS-Coach Gerd Pröger.


Gerd Pröger (Trainer, TuS Sachsenhausen): "Auch in der neuen Umgebung war das Turnier perfekt organisiert. Die Zuschauerresonanz war beeindruckend. Die zahlreichen Zweikämpfe zeugten vom Ehrgeiz der Spieler, und die Bande sorgte für zusätzliche Aggressivität. Da wir uns steigern konnten, ist der Sieg sicherlich auch verdient."

Frank Rohde (Trainer, Oranienburger FC): "Sicherlich hätten wir gern gewonnen, aber es sollte nicht sein. Emotionen gehören zum Hallenfußball. Es war rassig, eng und ab und zu kam sicher auch der Fußball zu kurz. Ich danke den Leuten, die diese tolle Veranstaltung organisiert haben."

Hans Oertwig (Trainer, SV Altlüdersdorf): "Die Oranienburger brauchen uns im nächsten Jahr keine Einladung schicken! Wir werden auch 2011 wieder dabei sein! Meine Mannschaft hat ein gutes Turnier gespielt, aber kein sehr gutes. Um erfolgreicher zu sein, hätten wir auch ab und zu mal auf das Tor schießen müssen. Dieses Masters ist eine geile Sache!"

Daniel Kraatz (Co-Trainer, FC 98 Hennigsdorf): "Unsere Zielstellung war der Halbfinaleinzug. Und den haben wir erreicht. Mit dem vierten Rang sind wir nicht unzufrieden."

Marijan Reeder (Trainer, BW Hohen Neuendorf): "Dass es jetzt auch hier eine Bande gibt, finde ich hervorragend, und sie sollte bleiben! Wir erleben hier so etwas wie einen Halbfinal-Fluch, denn mit fünf Punkten in der Vorrunde auf der Strecke zu bleiben, ist schon hart. Insofern ist der fünfte Rang enttäuschend."

Sören Albrecht (Co-Trainer, SCO Velten): "Es war hier wieder ein tolles Publikum. Im Vorjahr waren wir Letzter und wollten uns verbessern. Das ist uns gelungen. Wenn wir das erste Spiel nicht verpennt hätten, wäre vielleicht mehr drin gewesen."

Dirk Hein (Trainer, SV Zehdenick): "Ich war von der großen Resonanz überrascht, so etwas kenne ich aus Berlin nicht. Es wurde viel über Emotionen geredet. Die hätte ich mir auch von meinem Team gewünscht, doch wir waren leidenschaftslos. Was ich sehen konnte ist, dass auch die Fußballer in Brandenburg technisch erstklassig sind."

Ingo Widiger (Turnierleiter): "Was wir uns von der neuen Arena versprochen haben, hat sie auch gehalten. Insgesamt war es mir zu emotional, sodass die Schiris ein hartes Los hatten."

Jürgen Peter (Vorsitzender, Oranienburger FC): "Ich möchte eine Aussage von Herrn Oertwig aufgreifen und anfügen: Fußball ist eine geile Sache. Und deshalb waren wir auch hier. Ich appelliere an alle Verantwortlichen, noch einmal in ihren Mannschaften darüber zu reden, dass die Fairness über dem sportlichen Ehrgeiz stehen sollte."


Staffel A
TuS Sachsenhausen - Oranienburger FC 0:0
Hohen Neuendorf - Zehdenick 3:2, 1:0 Sonnenburg, 1:1 Brodkorb, 1:2 Michael, 2:2 Schmidt, 3:2 Graumannn
TuS Sachsenhausen - Hohen Neuendorf 1:1, 1:0 Wiesner, 1:1 Ismael
Oranienburger FC - Zehdenick 4:0, 1:0 Hartmann, 2:0 Sebastjanovic, 3:0 Müller, 4:0 Niedermeier
Zehdenick 1920 - TuS Sachsenhausen 1:3, 1:0 Kuhn, 1:1 Kühl, 1:2 Morsch, 1:3 Pilz
Hohen Neuendorf - Oranienburger FC 1:1, 1:0 Thiel, 1:1 Hartmann

1. Oranienburger FC Eintracht 3 5:1 5
2. TuS 1896 Sachsenhausen 3 4:2 5
3. Blau-Weiss Hohen Neuendorf 3 5:4 5
4. SV Zehdenick 1920 3 3:10 0

Staffel B
Altlüdersdorf - Mühlenbeck 2:3, 0:1 Hass, 0:2 Lehmann, 0:3 Schilling, 1:3 Binerbay, 2:3 Kleßny
FC 98 Hennigsdorf - SCO Velten 3:0, 1:0 Jose, 2:0 Arndt, 3:0 Jose
Altlüdersdorf - FC 98 Hennigsdorf 5:1, 1:0 Marten, 2:0 Zeljko, 3:0 Kleßny, 4:0 Begzadic, 4:1 Schubert, 5:1 Begzadic
Mühlenbeck - SCO Velten 1:4, 0:1 Berndt, 1:1 Schilling, 1:2 Köhler, 1:3 Köhler, 1:4 Köhler
SCO Velten - Altlüdersdorf 0:0
Mühlenbeck - FC 98 Hennigsdorf 1:5, 0:1 Arndt, 0:2 Hammermeister, 0:3 Arndt, 0:4 Heilmann, 1:4 Hass, 1:5 Hammermeister

1. FC 98 Hennigsdorf 3 9 : 6 6
2. SV Altlüdersdorf 3 7 : 4 4
3. SC Oberhavel Velten 3 4 : 4 4
4. SV Mühlenbeck 1947 3 5 : 11 3

Halbfinale
Oranienburger FC- SV Altlüdersdorf 3:1, 0:1 Zeljko, 1:1 Schuldig, 2:1 Schuldig, 3:1 Nowotny
TuS Sachsenhausen - FC 98 Hennigsdorf 5:1, 1:0 Weiss, 1:1 Arndt, 2:1 Weiss, 3:1 Pilz, 4:1 Elor, 5:1 Wiesner

Platz 7
SV Zehdenick - SV Mühlenbeck 3:4 n. N, 1:0 Heilmann, 2:0 Nebert, 2:1 Jarysz, 2:2 Lehmann 9-m-Schießen: Jarysz (SVM) - verschossen, 1:0 Hasani, 1:1 Lehmann, Michael - verschossen, 1:2 Baurycza, Wegener - verschossen
Platz 5
Hohen Neuendorf - SCO Velten 4:2, 1:0 Ismael, 2:0 Ismael, 2:1 Borchardt, 3:1 Loge, 4:1 Ismael, 4:2 Schmidt
Platz 3
Altlüdersdorf - FC 98 Hennigsdorf 2:1, 1:0 Zeljko, 2:0 Klessny, 2:1 Arndt

Endspiel
Oranienburger FC - TuS Sachsenhausen 1:3, 1:0 Hartmann, 1:1 Pilz, 1:2 Hellmich, 1:3 Kühl

Bester Torschütze: Stefan Arndt (FC 98 Hennigsdorf) mit 5 Treffern
Bester Spieler: Sanel Begzadic (SV Altlüdersdorf)
Bester Torwart: Nick Schrobback (TuS Sachsenhausen)


10. Januar 2009, 14.00 Uhr
11. Oberhavel-Masters 2009
Diszipliniert zur Titelverteidigung
Oberhavel-Hallenmasters mit überraschendem Sieg des Landesligisten FC 98 Hennigsdorf

They did it again! Der FC 98 Hennigsdorf hat den Vorjahrestitel beim Oberhavel-Hallen-masters in Oranienburg verteidigt. Der Erfolg der Kreft- Schützlinge war vor allen Dingen ein Sieg der Disziplin. Dass diesmal wirklich die besten Teams des Oberhavelkreises am Start waren, machte sich nicht nur auf den Rängen - mit 573 Zuschauern war die Louise-Henriette-Halle offiziell ausverkauft -, sondern auch auf dem Spielfeld positiv bemerkbar. Zwar waren die Partien ohne Rundumbande oftmals stark von der Taktik geprägt, doch immerhin bekamen die Besucher auch 60 Tore zu sehen. Und einige waren wirklich sehenswert.

Den höchsten Unterhaltungsfaktor boten zunächst nicht ganz überraschend die Altlüdersdorfer. Neben Dejan Kljajic konnten diesmal vor allen Dingen Spieler auf sich aufmerksam machen, die sonst eher im zweiten Glied beim Brandenburgligisten stehen. Iheb Ben Abdallah, erster Torschütze des Masters 2009, und Sanel Begzadic, am Ende bester Torschütze des Turniers, zeigten ihr Talent ebenso wie ein Mario Zodl, der auf dem Großfeld gezeigte Dribbelfertigkeit auch auf dem Hallenboden mehrfach demonstrierte. Es blieb, zur Freude der Zuschauer, bei nur einem torlosen Spiel, als sich der gastgebende OFC und die Hohen Neuendorfer über 12 Minuten komplett neutralisierten. Und auch der erste Auftritt des Titelverteidigers verdeutlichte, dass Achim Kreft sein Team nicht überschätzte. Den Individualisten anderer Teams stellten die Hennigsdorfer eine kompakte Truppe entgegen, aus der Torhüter Patrick Bobermin und Martin Pilz (nicht nur wegen seiner Körpergröße) phasenweise herausragten. Und die Landesliga-Kicker bestachen durch eine nahezu unglaubliche Effizienz. Das bekamen insbesondere die Hohen Neuendorfer zu spüren, die im Duell mit dem FC 98 zwar gefühlte 90 Prozent Ballbesitz und objektive Chancenvorteile hatten, aber mit 0:2 dennoch den Kürzeren zogen. Ohnehin hatten es die Reeder-Schützlinge zunächst nicht so mit dem Toreschießen. 28 und eine halbe Spielminute vergingen, ehe Bejamin Koch den Bann brach. Und als hätten sie plötzlich den Schlüssel zum Tor gefunden, knallten die Blau-Weißen dem FSV Forst Borgsdorf dann auch binnen 60 Sekunden gleich dreimal die Kugel ins Netz.

Trotzdem flogen die Blau-Weißen nach der Vorrunde raus, weil der Oranienburger FC in einem recht hitzigen Spiel den Hennigsdorfern die einzige Turnierniederlage zufügte. "Wir wollten eigentlich ohne Niederlage siegen, so gewinnen wir eben nur das Turnier", meinte der Hennigsdorfer Daniel Heilmann noch eher scherzhaft nach dieser Begegnung. Doch danach machten die Hennigsdorfer damit tatsächlich ernst. Erstes "Opfer" auf dem Weg zur Titelverteidigung waren die Sachsenhausener. Nach bewährtem Muster ließen die Hennigsdorfer die Gegner bis zehn Meter vor dem Tor gewähren. Doch dann war Schluss. Blitzschnell im Umkehrspiel zogen die FC-98-Kicker dem Gegner den Nerv. Erst fast mit dem Schlusspfiff konnte Marcel Lesniak Patrick Bobermin doch noch bezwingen, allerdings war dies nur der 1:2-Anschlusstreffer aus TuS-Sicht. Im zweiten Halbfinale berauschten die Altlüdersdorfer sich wieder phasenweise so sehr am eigenen Spiel, dass sie das Toreschießen vergaßen. Erst spät sorgten Zodl und Moschko (14. und 15.) für die Entscheidung gegen den Oranienburger FC, für den Michael Schuldig ebenfalls praktisch mit dem Schlusspfiff noch das einzige Kopfballtor des Turniers gelang. Mit dem Halbfinal-Aus kamen die Hausherren deutlich besser zurecht als der Ortsrivale, denn im Spiel um Platz 3 überrannten die Oranienburger den TuS 1896 mit 5:1.
Das Endspiel war recht einseitig, doch während die Altlüdersdorfer schludrig ihre nicht einmal zahlreichen Chancen versiebten, erzwang Daniel Heilmann mit seinem einzigen Turniertreffer das Neunmeterschießen. Als zwölfter Schütze traf Dejan Kljajic nur die Latte und ließ damit die Hennigsdorfer ihren Sieg bejubeln.

Spiel 1 Gruppe A: SV Altlüdersdorf - SV 1920 Zehdenick 4:1
Spiel 2 Gruppe B: Oranienburger FCE - Blau-Weiss Hohen Neuendorf 0:0
Spiel 3 Gruppe A: SC Oberhavel Velten - TuS 1896 Sachsenhausen 1:3
Spiel 4 Gruppe B: FSV Forst Borgsdorf - FC 98 Hennigsdorf 0:1
Spiel 5 Gruppe A: SV Altlüdersdorf - SC Oberhavel Velten 5:0
Spiel 6 Gruppe B: Oranienburger FCE - FSV Forst Borgsdorf 4:3
Spiel 7 Gruppe A: SV 1920 Zehdenick - TuS 1896 Sachsenhausen 0:1
Spiel 8 Gruppe B: Blau-Weiss Hohen Neuendorf - FC 98 Hennigsdorf 0:2
Spiel 9 Gruppe A: SC Oberhavel Velten - SV 1920 Zehdenick 1:1
Spiel 10 Gruppe B: FSV Forst Borgsdorf - Blau-Weiss Hohen Neuendorf 2:5
Spiel 11 Gruppe A: TuS 1896 Sachsenhausen - SV Altlüdersdorf 4:3
Spiel 12 Gruppe B: FC 98 Hennigsdorf - Oranienburger FCE 0:1

Tabelle Gruppe A:
1. TuS 1896 Sachsenhausen 9 Punkte 8 : 4 Tore
2. SV Altlüdersdorf 6 Punkte 12 : 5 Tore
3. SV 1920 Zehdenick 1 Punkte 2 : 6 Tore
4. SC Oberhavel Velten 1 Punkte 2 : 9 Tore

Tabelle Gruppe B:
1. Oranienburger FC Eintracht 7 Punkte 5 : 3 Tore
2. FC 98 Hennigsdorf 6 Punkte 3 : 1 Tore
3. Blau Weiss Hohen Neuendorf 4 Punkte 5 : 4 Tore
4. FV Forst Borgsdorf 0 Punkte 5 : 10 Tore

Halbfinale 1: TuS Sachsenhausen - FC 98 Hennigsdorf 1:2
Halbfinale 2: Oranienburger FC - SV Altlüdersdorf 2:3

Platz 7: SC Oberhavel Velten - Forst Borgsdorf 3:2
Platz 5: SV Zehdenick - Blau Weiss Hohen Neuendorf 5:6
Platz 3: TuS Sachsenhausen - Oranienburger FC 1:5
Finale: FC 98 Hennigsdorf - SV Altlüdersdorf 6:5 (1:1)

Bester Torschütze: Begzadic (SVA)
Bester Spieler: Kljajic (SVA)
Bester Torwart: Bobermin(FC98)


12. Januar 2008, 14.00 Uhr
10. Oberhavel-Masters 2008
Hennigsdorfer Triumph
Berndt bester Torschütze /Piasecki bester Spieler / Sascha Behring bester Torwart

Im stimmungsarmen Turnier verabschieden sich die Favoriten schon vorm Finale. Der FC 98 Hennigsdorf ist der große Sieger des 10. Oberhavel- Hallenmasters in Oranienburg. Vor 350 Zuschauern gewann das junge Team etwas überraschend. Daniel Heilmann nahm nach fünf Stunden Hallenfußball den riesigen Pott für seinen FC 98 Hennigsdorf entgegen.

Es war der verdiente Lohn für ein hartes Stück Arbeit. Der Landesligist lavierte sich ohne Niederlage durch das Turnier und setzte mit dem 3:0-Endspielsieg gegen den SV Zehdenick noch den i-Punkt obendrauf. Daniel Heilmann: "Wir sind mit einer sehr jungen Truppe angetreten. Unsere Absicht war, tief zu stehen. Egal, ob die Gegner mehr im Ballbesitz waren oder nicht. Wichtig war, die wenigen Chancen zu nutzen. Das haben wir getan. Das sportliche Niveau war wohl eher durchschnittlich." So sah es auch die Mehrheit der Verantwortlichen. Chef-Organisator Ralf Leiskau: "Ich denke, es war ein abwechslungsreiches, aber kein hochklassiges Turnier. Schade, dass relativ wenige Tore fielen." Der Auftakt des vom Oranienburger FC organisierten Turniers war richtungsweisend: Es gab zwei torlose Partien. Dafür war eine gewisse Spannung nicht von der Hand zu weisen.

In beiden Gruppen stand erst nach dem letzten Spiel fest, wer ins Halbfinale einziehen würde. In der Gruppe A – eigentlich als hochkarätiger als die "B" eingestuft – sorgten die Veltener mit zwei Siegen gegen Gransee (3:0) und Hohen Neuendorf (2:0) für eine kleine Überraschung. Die Tore beim Erfolg gegen Hohen Neuendorf fielen aber erst in den letzten 40 Sekunden. Damit war einer der Mitfavoriten aus dem Turnier, denn Oranienburg landete anschließend mit dem 8:0 über Gransee den höchsten Sieg des Tages. In der Gruppe B standen die humorlos-effizient spielenden Hennigsdorfer am Ende auf Platz 1 und nahmen die spielerisch gefälligen Zehdenicker mit ins Halbfinale. Löwenberg und Häsen blieben auf der Strecke.

Die Halbfinals wurden nach unentschiedenem Spielverlauf jeweils vom Neunmeterpunkt entschieden. Sebastian Berndt (SCO Velten) und Marc Maguhna (Oranienburger FC) waren die Unglücksraben für ihre Teams gegen Hennigsdorf und Zehdenick. Damit standen mit Hennigsdorf und Zehdenick die Mannschaften der vermeintlich schwächeren Vorrundengruppe B im Endspiel. Nach einem Lattenschuss von Lukazs Piasecki, dem besten Spieler des Turniers, ging der FC 98 vor einer stimmungsarmen Kulisse erneut als Sieger vom Parkett. Tobias Hunziger, Spieler SVZ: "Die Hennigsdorfer hatten mehr Biss als wir!"


Spiel 1 Gruppe A: Blau-Weiss Hohen Neuendorf - Oranienburger FCE 0:0
Spiel 2 Gruppe B: Löwenberger SV - FC 98 Hennigsdorf 0:0
Spiel 3 Gruppe A: Eintracht Gransee - SCO Velten 0:3, 0:1 Berndt, 0:2 Berndt, 0:3 Albrecht
Spiel 4 Gruppe B: SV 1920 Zehdenick - Häsener SV 2:0, 1:0 Hunziger, 2:0 Wilke
Spiel 5 Gruppe A: Neuendorf - Gransee 4:1, 1:0 Ewert, 1:1 Krysiak, 2:1 + 3:1 Schmidt, 4:1 Ewert
Spiel 6 Gruppe B: Löwenberg - Zehdenick 1:2, 0:1 Piasecki, 0:2 Hunziger, 1:2 Naujoks
Spiel 7 Gruppe A: Oranienburger FCE - SCO Velten 0:0
Spiel 8 Gruppe B: FC 98 Hennigsdorf - Häsener SV 2:0, 1:0 Helbig, 2:0 Heilmann
Spiel 9 Gruppe A: Hohen Neuendorf - SCO Velten 0:2, 0:1 Berndt, 0:2 Kotte
Spiel 10 Gruppe B: Löwenberg - Häsen 3:1, 1:0 Tomczyk, 2:0 Naujoks, 3:0 Naujoks, 3:1 Grabow
Spiel 11 Gruppe A: OFCE - Gransee 8:0, 1:0 Frenz, 2:0 Heine, 3:0 Maghuna, 4:0 Malanowski, 5:0 Wolter, 6:0 Heine, 7:0 Rohde, 8:0 Bremer
Spiel 12 Gruppe B: FC 98 Hennigsdorf - Zehdenick 1:1, 1:0 Kappel, 1:1 Piasecki

Vorrundentabelle Gruppe A
1. SC Oberhavel Velten 5:0 Tore 7Pkt
2. Oranienburger FC Eintracht 8:0 Tore 5Pkt
3. Blau Weiß Hohen Neuendorf 4:3 Tore 4Pkt
4. Eintracht Gransee 1:15 Tore 0Pkt

Vorrundentabelle Gruppe B
1. SV 1920 Zehdenick 5:2 Tore 7Pkt
2. FC 98 Hennigsdorf 3:1 Tore 5Pkt
3. Löwenberger SV 4:3 Tore 4Pkt
4. Häsener SV 1:7 Tore 0Pkt

Halbfinale 1:
SCO Velten - FC 98 Hennigsdorf 2:3 (0:0) n.N.
Halbfinale 2: Oranienburger FC - SV Zehdenick 4:5 (2:2) n.N.

Platz 7: Eintracht Gransee - Häsener SV 2:0
Platz 5: Blau Weiß Hohen Neuendorf - Löwenberg 2:3
Platz 3: SCO Velten - Oranienburger FC 2:1
Finale: FC 98 Hennigsdorf - SV Zehdenick 3:0

Bester Torschütze: Sebastian Berndt (SC Oberhavel Velten)
Bester Spieler: Lukas Piasecki (SV 1920 Zehdenick)
Bester Torwart: Sascha Behring (SC Oberhavel Velten)

14. Januar 2007, 15.00 Uhr
9. Oberhavel-Masters 2007
Immer wieder Lila-Weiß
Der SV Altlüdersdorf gewinnt das Oberhavel-Hallenmasters - wer sonst?

Der SV Altlüdersdorf bleibt der Überflieger im Hallen-Fußball des Kreises. Der Verbandsligist angelte sich am Sonnabend den mit 250 Euro dotierten Pokal des Oberhavel-Hallenmasters. Vor 550 Zuschauern blieben die Lila-Weißen in allen Spielen unbezwungen. "Zugegeben, wir hatten etwas Glück", räumte der Altlüdersdorfer Trainer Hans Oertwig ein. Sein Team überstand zwei Neunmeterschießen: im Halbfinale gegen Oranienburg und im Endspiel gegen Sachsenhausen, das der SVA mit 2:1 gewann. Auch deshalb, weil Torwart Peer Schiemann zwei Bälle parierte. Jablekas Treffer war gegen die verwandelten Schüsse von Bartodziej und Kucak zu wenig.

In der Vorrunden-Gruppe A hatten die Lila-Weißen mit klaren Resultaten überzeugt. Zwar lagen sie gegen Velten und Sachsenhausen jeweils 0:1 im Rückstand, drehten die Partien aber mit spielerischer Leichtigkeit. "Eigentlich sah man bloß bei den Altlüdersdorfern die fußballerischen Elemente", urteilte der Hennigsdorfer Trainer Achim Kreft. Einen guten Eindruck in dieser Gruppe hinterließ Blau-Weiß Leegebruch. Die Mannschaft scheiterte aber an den beiden Großen SVA und TuS. Aber im Auftaktspiel des Turniers sorgte sie mit dem 2:1 gegen Velten für eine dicke Überraschung (2:1). Die Veltener kamen nicht in Schwung, verloren alle Vorrundenspiele und auch das Neunmeterschießen um Platz 7 gegen Borgsdorf, den Vorrundenletzten der anderen Gruppe.

In jener Vorrunden-Gruppe B mischte der SV Zehdenick um Stefan Elor, Stefan Manzel, Dennis Friedrich und Co. die Konkurrenz auf und zog mit sieben Punkten ins Halbfinale ein. Im letzten Vorrundenspiel des Tages zwischen dem Oranienburger FC und dem FC 98 Hennigsdorf ging es um das Ticket in die Vorschlussrunde. Der OFC revanchierte sich mit einem lautstark gefeierten 4:3 für das 0:0 eine Woche zuvor, das den Hennigsdorfern beim Komma-10-Cup zum Einzug ins Halbfinale gereicht hatte.

In den Überkreuzvergleichen gab es einerseits die Show von Ronny Papenbrock. Der Sachsenhausener lotste sein Team beim 3:0-Sieg gegen zweimal dezimierte Zehdenicker (Manzel, Nebert) mit seinen drei Toren ins Endspiel. Andererseits spielte sich SVA-Keeper Schiemann ins Rampenlicht. Nach dem 1:1 nach 15 Minuten parierte er im Neunmeterschießen zwei Bälle (von Berg und Lißner).

Trotz toller Unterstützung von den Rängen schaffte es Titelverteidiger Oranienburger FC nicht, gegen Zehdenick Platz 3 zu holen. 2:3 hieß es gegen technisch versierte Gäste. Im Finale parierte zunächst TuS-Keeper Philipp Holzhauer mehrfach glänzend und hielt seinem Team das 0:0. Im Neunmeterschießen scheiterten aber Ralf Warnke und Ronny Papenbrock. Warnke: "Ein bisschen wird mich der Schuss sicher noch beschäftigen. Aber insgesamt hatten wir einen guten Auftritt."


Eine geile Veranstaltung

Der SV Altlüdersdorf hat seinem Trainer ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht. Am 54. Ehrentag von Hans Oertwig holten die Lila-Weißen am Sonnabend beim Oberliga-Masters in der Oranienburger Henrietten-Sporthalle den Siegerpokal. Im Endspiel der neunten Auflage des Traditionsturniers des Oranienburger FC Eintracht setzten sich die Verbandsliga-Kicker vor der Rekordkulisse von 550 gut gelaunten Zuschauern mit 2:1 (0:0) nach Neunmeterschießen gegen den starken Landesliga-Vertreter TuS Sachsenhausen durch. Viermal gingen die Lila-Weißen damit in diesem Winter als Turniersieger vom Hallenparkett, zweimal landeten sie auf Platz zwei.

Zwar wirkten die Altlüdersdorfer beim Turnier in der Kreisstadt nicht hundertprozentig frisch. Immerhin waren einige von ihnen am Vortag bis in die späten Abendstunden erfolgreich beim Oberliga-Masters in Neuruppin am Ball. Dennoch reichte die immer wieder demonstrierte individuelle Klasse von Klajic, Jaballah, Kucak und Co. zum Pokalsieg. Allerdings hatten die Oertwig-Schützlinge auch das nötige Glück des Tüchtigen. Denn bereits im Halbfinale mussten sie gegen den gastgebenden OFC ins Neunmeterschießen (1:1 nach der regulären Spielzeit) - und behielten nur knapp die Oberhand (5:4). Platz drei ging an Landesligist SV Zehdenick, der einen starken Eindruck hinterließ und im kleinen Finale gegen den Titelverteidiger OFC (Verbandsliga) mit 3:2 gewann.

Obwohl das Finale verpasst worden war und am Ende sogar "nur" der vierte Platz heraussprang, zeigten sich die Oranienburger vollauf zufrieden. Kein Wunder: Sportlich lief es für den Gastgeber mit dem Einzug ins Halbfinale zumindest zufriedenstellend. "Es war mehr möglich, aber wir können insgesamt zufrieden sein", sagte Mannschaftskapitän Stephan Lißner.

In Top-Form hatte sich der Gastgeber dagegen bei der Organisation des Masters präsentiert. Dafür gab es reichlich Lob von allen Seiten. "Das war eine geile Veranstaltung, die echt Spaß gemacht hat", sagte Oertwig in seiner launigen Stellungnahme bei der Pressekonferenz nach dem Masters - und erntete viel Beifall für seine Aussage. Sehr positiv gewertet wurde außerdem, dass diesmal tatsächlich die acht besten Fußballmannschaften aus dem Kreis an den Start gegangen waren und keine Teams von außerhalb verpflichtet werden mussten. "Diesmal war es wirklich ein Oberhavel-Masters. Ich wünsche mir, dass das 2008 auch wieder so ist", brachte OFC-Coach Frank Rohde die Stimmung auf den Punkt. Da konnte Vereinschef Jürgen Peter in seiner abschließenden Ansprache nur zustimmen - und sich bei den "vielen fleißigen Helfern bedanken, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre".


SC Oberhavel Velten - Blau-Weiß Leegebruch 1:2
TuS 1896 Sachsenhausen - SV Altlüdersdorf 1:4
SC Oberhavel Velten - TuS 1896 Sachsenhausen 0:2
Blau-Weiß Leegebruch - SV Altlüdersdorf 0:3
Velten - Altlüdersdorf 1:6
Leegebruch - Sachsenhausen 1:3

Tabelle
1. SV Altlüdersdorf 3 13:2 9
2. TuS 1896 Sachsenhausen 3 6:5 6
3. Blau-Weiß Leegebruch 3 3:7 3
4. SCO Velten 3 1:7 0

Borgsdorf - Oranienburg 0:3
Hennigsdorf - Zehdenick 2:2
Borgsdorf - Hennigsdorf 1:4
Oranienburg - Zehdenick 2:3
Borgsdorf - Zehdenick 1:4
Oranienburg - Hennigsdorf 4:3

Tabelle
1. SV Zehdenick 3 9:5 7
2. Oranienburger FC 3 9:6 6
3. FC 98 Hennigsdorf 3 9:7 4
4. Forst Borgsdorf 3 2:11 0

Halbfinale
SV Altlüdersdorf - Oranienburger FC 1:1
1:0 Kljajic (12.), 1:1 Lißner (13., Neunmeter). Neunmeterschießen: Jaballah verschießt, 0:1 Maguhna, 1:1 Kucak, Berg verschießt (Schiemann hält), 2:1 Kljajic, 2:2 Lißner, 3:2 Jaballah, 3:3 Maguhna, 4:3 Kucak, 4:4 Berg, 5:4 Kljajic, Lißner verschießt (Schiemann hält).

SV Zehdenick - TuS 1896 Sachsenhausen 0:3
0:1, 0:2, 0:3 Papenbrock (6., 8., 13.). Zwei-Minuten-Strafen: Manzel (6.), Nebert (12., beide Zehdenick).

Neunmeterschießen um Platz 7
Borgsdorf - Velten 2:0
1:0 Brauer, Köhler verschießt, 2:0 Piller, Saß verschießt.

Neunmeterschießen um Platz 5
Hennigsdorf - Leegebruch 3:4
1:0 Engelmann, Stephan verschießt (Bobermin hält), Jose verschießt, 1:1 Schöpe, 2:1 Berndt, 2:2 Lenz, 3:2 Engelmann, 3:3 Stephan, Jose verschießt, Schöpe verschießt (Bobermin hält), Berndt verschießt, 3:4 Lenz

Spiel um Platz 3
Oranienburger FC - SV Zehdenick 2:3
0:1 Friedrich (3.), 1:1 Freund (11.), 1:2 Manzel (12.), 2:2 Hellmuth (13.), 2:3 Manzel (14.)

Finale
SV Altlüdersdorf - TuS Sachsenhausen 2:1 (0:0) nach Neunmeterschießen
0:1 Jableka, 1:1 Bartodziej, Warnke verschießt (Schiemann hält), 2:1 Kucak, Papenbrock verschießt (Schiemann hält).


Hans Oertwig, Trainer SV Altlüdersdorf:
"Das war unser fünftes Turnier. Ich kann mir ein Bild von der Qualität machen. Auch wenn ich das sonst nicht sage: Es war eine geile Veranstaltung! Sehr gut finde ich, dass die Torwartregel so angewandt wurde, dass der Keeper im Tor bleiben muss. So macht Fußball Spaß, so kommen die Zuschauer mehr auf ihre Kosten. Wir haben glücklich gewonnen, TuS hielt im Finale toll gegen. Die Hallensaison geht langsam zu Ende, ich freue mich schon wieder auf die Freiluftsaison."

Falk Franke, Trainer TuS Sachsenhausen:
"Viel gibt es nicht zu sagen. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert."

Jörg Mehlow, Co-Trainer SV Zehdenick:
"Das war eine Top-Veranstaltung. Glückwunsch an die Altlüdersdorfer und Sachsenhausener. Wir haben uns im Halbfinale gegen Sachsenhausen mit den beiden Zwei-Minuten-Strafen leider selbst geschwächt und verpassten so den Einzug ins Finale."

Frank Rohde, Trainer Oranienburger FC:
"Ich habe immer dafür plädiert, dass die Oberhavel-Teams an allen Oberhavel-Turnieren teilnehmen sollten. Schön, dass es mal wieder geklappt hat. Wir wären gern ins Endspiel gekommen, haben aber auch ein bisschen Pech gehabt. Nach dem zweiten Spiel (2:3 gegen Zehdenick) habe ich bei meiner Mannschaft etwas Dampf abgelassen. Ein Dankeschön an die OFC-Mums und alle Helfer. Es ist schon ein Wahnsinn, was sie hier alle gemacht haben."

Achim Kreft, Trainer FC 98 Hennigdorf:
"Schön, dass es ein Oberhavel-Masters nur mit Oberhavel-Teams war - so muss es sein. Ich bin mit unserem 6.Platz nicht zufrieden und werde zur Mannschaft sicher noch ein paar passende Worte finden."

Wolfgang Müller, Trainer SCO Velten:
"Wir sind mit einer jungen Mannschaft kräftig auf die Nase gefallen. Es ist schon unser letztes Hallenturnier. Wir würden aber im nächsten Jahr auch gern wiederkommen."

Marko Bittner, Co-Trainer Forst Borgsdorf:
"Es hat uns Spaß gemacht, wenngleich wir mehr von unserer Leistung erwartet hatten. Wir wollten etwas attraktiven Fußball spielen. Na ja, wenigstens hat sich keiner verletzt."

Hans-Joachim Laesicke, Bürgermeister Oranienburg:
"Was mich gefreut hat, war die Reaktion der Zuschauer auf die Sprüche aus dem OFC-Fanblock. Arroganz und Schnoddrigkeit gegenüber den Gästen war da rauszuhören, aber die Zuschauer haben die paar Schreier unter Kontrolle gebracht."

Jürgen Peter, OFC-Vorsitzender:
"Schön, dass das Feld ausnahmslos aus Oberhavel-Teams bestand und dabei alle übern Tellerrand ihres Vereines hinausgeschaut haben. Das freut mich ganz besonders. Ich hatte ein wenig Fracksausen, dass es bei Schiedsrichterentscheidungen auf den Rängen unruhig werden könnte. Aber die Angst hat sich nicht bestätigt."

Bester Spieler: Kucak (Altlüdersdorf), Bester Torwart: Krenz (Oranienburg), Bester Torschütze: Berndt (Hennigsdorf)



14. Januar 2006, 15.00 Uhr
8. Oberhavel-Masters 2006
Sieg im achten Anlauf
Der OFC gewinnt im Neunmeterschießen gegen Köpenick / Falko Ring erneut bester Torwart

Marcel Sänger sorgte für den ersten Höhepunkt des 8. Oberhavel-Masters und der Köpenicker sollte auch den Schlusspunkt setzen. Im Eröffnungsspiel gegen den SV Holzwickede erzielte der KSC-Angreifer in der 7. Minute die beiden ersten Tore des Tages und durfte sich über eine 20-Euro-Prämie freuen. Und mit seinem letzten Schuss sorgte er erneut für Jubel - allerdings beim Oranienburger FC.
Dabei hatte zunächst nichts auf den ersten Sieg der Hausherren bei "ihrem" Turnier hingedeutet. Souverän waren die Vorrundenauftritte der Köpenicker und auch der SV Altlüdersdorf schien unantastbar. Die Oranienburger mühten sich gegen Löwenberg zu einem Sieg, bekamen gegen Köpenick deutlich ihre Grenzen aufgezeigt (1:4) und standen so gegen Holzwickede unter Zugzwang. Zwei Minuten vor der Schlusssirene erlöste ein Hartmann-Knaller die enthusiastischen OFC-Fans und brachte den Halbfinaleinzug.

In der Vorschlussrunde schien Frank Rohde eine andere Mannschaft aufgeboten zu haben. Wesentlich engagierter, aggressiver und aufmerksamer traten die Oranienburger jetzt auf. Das bekam der SV Altlüdersdorf zu spüren. Zwar konnten die Gastgeber nach ihrer schnellen Führung durch Rohde (1.) nur wenige Akzente setzen, ließen aber auch kaum SVA-Chancen zu. So kam es zum ersten Neunmeter-Duell des Abends, in dem ein Fehlschuss von Dejan Kljajic die Siegträume des Hallen-Landesmeisters platzen ließ. Gegen den sich stark wehrenden FC 98 Hennigsdorf zog der Köpenicker SC durch ein spätes Tor ins Finale ein.

Die beiden Endspielteilnehmer brauchten dann aber Geduld, weil das Spiel um Platz drei in die Verlängerung vom Neunmeterpunkt ging. Und das nahm groteske Züge an. "Teilt die Prämie doch einfach unter beiden auf", schlug SVA-Trainer Hans Oertwig vor, ehe in der fünften Runde des Neunmeterschießens doch die Entscheidung gegen sein Team fiel.

Auch das Endspiel verlief dramatisch. Dem späten Köpenicker Führungstor ließ Pascal Wolter Sekunden vor der Schlusssirene den Ausgleich folgen. Und im Neunmeterschießen war es der Fehlschuss von Marcel Sänger, der erste nach neun Treffern, der die Entscheidung brachte.

15. Januar 2005, 15.00 Uhr
7. Oberhavel-Masters 2005
Der große Pokal geht nach Berlin
Köpenicker SC Sieger gegen Eintracht Schwerin / OFC holt Platz 3 gegen Hennigsdorf

Der Köpenicker SC ist der Gewinner des 7. Oberhavel-Hallenmasters. Die Mannschaft aus der Hauptstadt gewann am Sonnabend das Endspiel gegen Eintracht Schwerin mit 3:1. Erst im Endspurt drehte die Mannschaft den 0:1-Rückstand in einen Sieg um. Der wurde begünstigt von der Herunterstellung des Schweriner Keepers Paul Kornfeld knapp drei Minuten vor Schluss. Sein verschuldeter Neunmeter führte zum 2:1 für die Köpenicker, die die Schlussoffensive der Schweriner mit einem Lupfer über den vorgerückten Torwart zum 3:1-Siegtreffer nutzten.

Spannendes, aber fast lautloses Finale

Da das Finale ohne Oberhavel-Beteiligung ablief, blieb es auch stimmungsarm. Dieses Risiko - wenige anreisende Fans der auswärtigen Teams - hatte Veranstalter Oranienburger FC Eintracht einkalkuliert. Die logische Folge daraus, dass die Halle nicht voll wird, auch. "Es kamen 460 zahlende Zuschauer. Damit sind wir nicht ganz zufrieden", stellte Jörg Lißner vom OFC fest. Dass durchaus Stimmung aufkommen kann, bewiesen die Oberhavel-Duelle zwischen dem SV Zehdenick und dem Oranienburger FC (3:2), dem wohl hitzigsten Duell mit zwei Zeitstrafen für Oranienburg (Lißner, Berg), oder das Halbfinale zwischen dem Gastgeber und dem FC 98 Hennigsdorf (7:6 nach Neunmeterschießen), als die Fans lautstark mitgingen. In der vermeintlich schwächeren Gruppe A hatten sich der Köpenicker SC und der Oranienburger FC durchgesetzt. Der SV Zehdenick blieb wegen eines zu viel kassierten Tores gegenüber dem OFC auf der Strecke, der Löwenberger SV hätte im letzten Gruppenspiel mit einem Sieg gegen Köpenick sogar noch Gruppensieger werden können, verlor aber 1:6 und wurde Letzter.

Ausgeglichenes und gutes Niveau

Nicht so knapp ging es in der Gruppe B zu. Eintracht Schwerin lag am Ende mit sieben Punkten vorn. Aber bis zum letzten Gruppenspiel blieb offen, wer den Schwerinern ins Halbfinale folgen würde. Es war schließlich der FC 98 Hennigsdorf, dessen 1:0-Sieg gegen Holwickede - das Tor von Michael Pomplun fiel drei Minuten vorm Ende - genügte. Hätte Holzwickede gewonnen, wäre dieses Team weitergekommen. So landete der Bezirksligist aus Nordrhein-Westfalen nur auf dem letzten Platz. Die Halbfinals waren (leider) eine Sache der Nicht-Oberhavel-Teams. Der Gastgeber unterlag Schwerin genauso mit 2:3 wie der FC 98 Hennigsdorf in einem Hin- und Her-Spiel gegen Köpenick. Auch wenn es nur um Platz 3 ging - die beiden Havelstädter sorgten in der Partie gegeneinander für ein stimmungsvolles Match, dass erst im langwierigen Neunmeterschießen beendet wurde.

Ring, Elor und Hermann die besten

Der Held in dem Spiel war schließlich der Oranienburger Torwart Falko Ring, der drei Schüsse parierte. Der entscheidende war gegen Steven Schütz, der den 7:6-Gesamterfolg bedeutete. Spätestens damit stand für die meisten Trainer fest, dass Ring der beste Torhüter des Turniers war. Auf dem Feld zauberte einmal mehr der Zehdenicker Stefan Elor am elegantesten und gilt zum dritten Mal hintereinander beim OHV-Masters als bester Spieler. "Man liebäugelt natürlich damit, aber so richtig dran geglaubt habe ich nicht. Entscheidend war wohl das Spiel gegen Oranienburg, wo mir einige gute Sachen gelungen sind", so der 23-Jährige nach der Ehrung, bei der er von der gerade gekürten "Miss Brandenburg", Franziska Schaller, auch noch ein Küsschen aufgedrückt bekam. Mit fünf Treffern wurde der Köpenicker Felix Hermann zum erfolgreichsten Goalgetter.

Gruppe A
SV Zehdenick - Löwenberg SV 0:0
Köpenicker SC - Oranienburger FC 1:0 / 1:0 Lißner (2.)
SV Zehdenick - Köpenicker SC 0:1 / 0:1 Bandamann (2.), 1:1 Müller (2.), 1:2 Maquhanu (7.). 1:3 Herrmann (9.). Zweiminutenstrafe: Grünberg (SVZ, 6.)
Löwenberger SV - Oranienburger FC 1:1 / 0:1 A. Marzillier (3.), 1:1 Tomczyk (10.)
SV Zehdenick - Oranienburger FC 3:2 / 1:0 Elor (3.), 1:1 Freund (8.), 1:2 Lißner (8.), 2:2 Kühl (9.), 3:2 Elor (9.). Zweimin.-strafe: Lißner (8. OFC), Berg (10., OFC)
Löwenberger SV - Köpenicker SC 1:6 / 0:1 Hermann (2.), 0:2 Neugebauer (2.), 0:3 Hermann (4.), 0:4 Zieburske (6.), 0:5 Sänger (7.), 1:5 B. Tomczyk (10.), 1:6 Neugebauer (10.).

Endstand
1. Köpenicker SC 3 9:3 6
2. Oranienburger FC 3 4:4 4
3. SV Zehdenick 3 4:5 4
4. Löwenberger SV 3 2:7 2

Gruppe B
BFC Alemannia - SV Holzwickede 1:1 / 1:0 Gridim (3.), 1:1 Draxler (8.)
FC 98 Hennigsdorf - Eintracht Schwerin 0:1 / 0:1 Stempin (10.)
BFC Alemannia - FC 98 Hennigsdorf 0:1 / Pomplun (2.), 0:2 Kraatz (6.)
SV Holzwickede - Eintracht Schwerin 0:2 / 0:1 Wagner (7.), 0:2 Schwarz (10.)
BFC Alemannia - Eintracht Schwerin 2:2 / 1:0 Wolk (2.), 1:1 Schwarz (6.), 2:1 Claußen (7.), 2:2 Pönisch (9.)
SV Holzwickede - FC 98 Hennigsdorf 0:1 / 0:1 Pomplun (7.)

Endstand
1. Eintracht Schwerin 3 5:2 7
2. FC 98 Hennigsdorf 3 3:1 6
3. BFC Alemannia 3 3:5 2
4. SV Holzwickede 3 1:4 1

Halbfinale
Köpenicker SC - FC 98 Hennigsdorf 3:2. 1:0 Zieburske (5.), 1:1 Kraatz (8.), 2:1 Hermann (8.), 2:2 Illgenstein (9.), 3:2 Sänger (11.). Oranienburger FC - Eintracht Schwerin 2:3. 1:0 Fischer (6.), 1:1 Schultz (11.), 1:2 Schwarz (13.), 2:2 Milz (14.), 3:2 Schultz (15.)

Spiel um Platz 3
FC 98 Hennigsdorf - Oranienburger FC 6:7 nach Neunmeterschießen
1:0 König (2.), 1:1 Marzillier (2.) Neunmeterschießen: 0:1 Milz, 1:1 Pomplun, Berg verschießt, 2:1 Schütz, 2:2 Lißner, Ilgenstein verschießt, 2:3 Milz, 3:3 Pomplun, 3:4 Berg, 4:4 Schütz, 4:5 Lißner, 5:5 Illgenstein, Milz verschießt, Pomplun verschießt, 5:6 Berg, Schütz verschießt.

Endspiel
Köpenicker SC - Eintracht Schwerin 0:1 Schultz (5.), 1:1 Sänger (12., Neunmeter), 2:1 Sänger (14.), 3:1 Hermann (15.). Zweiminutenstrafe: Torwart Kornfeld (Schwerin, 12.)

Ehrungen
Bester Spieler: Stefan Elor (Zehdenick)
Bester Torwart: Falko Ring
Bester Torschütze: Felix Hermann (5, Köpenick)



10. Januar 2004, 14.00 Uhr
6. Oberhavel-Masters 2004
MSV Neuruppin siegt beim 6. Masters
Stefan Elor (Zehdenick) bester Spieler / Christian Wendel (Eberswalde) bester Torschütze


11. Januar 2003, 14.00 Uhr
5. Oberhavel-Masters 2003
SC Oberhavel Velten siegt beim 5. Masters
Stefan Elor (Zehdenick) bester Spieler / Andrej Sapon (Oranienburg) bester Torschütze


12. Januar 2002, 14.00 Uhr
4. Oberhavel-Masters 2002
SC Oberhavel Velten siegt beim 4. Masters
Dejan Klajic (Hennigsdorf) bester Spieler / Niklas Sandor (Hennigdorf) bester Torschütze


13. Januar 2001, 14.00 Uhr
3. Oberhavel-Masters 2001
SV Altlüdersdorf verteidigt Titel beim 3. Masters
Maciej Bednarek (Altlüdersdorf) bester Spieler und Torschütze


15. Januar 2000, 14.00 Uhr
2. Oberhavel-Masters 2000
SV Altlüdersdorf siegt bei der zweiten Auflage
Darius Bucinski (Altlüdersdorf) bester Spieler / Mike Goschin bester Torschütze


16. Januar 1999, 14.00 Uhr
1. Oberhavel-Masters 1999
FC 98 Hennigsdorf ist der erste Sieger
Henry Bloch (Altlüdersdorf) bester Spieler und Torschütze beim Debüt


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