110 Jahre Fussball in Oranienburg
MAZ, 07.10.2011 | Von Odin James

Schmankerl vom Brasilianer
Oranienburger FC Eintracht verliert 0:5 gegen Hertha BSC Berlin

Hertha BSC Berlin präsentierte sich bei den Feierlichkeiten zum 110. Geburtstag des Oranienburger FC als guter Gast und "schenkte" den Hausherren lediglich fünf Tore ein.

"Eigentlich hätte ich gedacht, dass Hertha mehr Tore schießt." Das Fazit des siebenjährigen Lukas aus Berlin sprach den meisten Zuschauern aus der Seele. Und es hätte sich am Ende auch sicherlich niemand gewundert, wenn die Bundesligamannschaft aus der Hauptstadt dem sechs Klassen tiefer spielenden OFC mehr als nur fünf Tore eingeschenkt hätte. Dass es nicht ganz so deutlich wie erwartet wurde, hatte zwei Gründe: Die große Entschlossen-heit der Gastgeber und im Gegensatz dazu die nicht ganz so große Entschlossenheit der Gäste.
"Wir haben gut gestanden und nur wenig zugelassen", so Keeper Kevin Jänecke zum Spiel seiner Mannschaft. Er selbst stand in den ersten 45 Minuten im Kasten des OFC - und machte dabei eine sehr gute Figur. Gleich mehrfach rettete er seine Farben vor einem höheren Rückstand. Vor allem Herthas Brasilianer Raffael und der australische National-spieler Nikita Rukavytsya prüften den Schlussmann der Gastgeber ein ums andere Mal. Gegen den Führungstreffer vom US-Junioren-Nationalspieler Jerome Kiesewetter, der in der 15. Minute nach Vorarbeit von Raffael aus Nahdistanz das 1:0 erzielte, war Jänecke dagegen machtlos. Ein besonderes Schmankerl packte Raffael dann anschließend selbst aus, als er in der 30. Minute mit einem 20-Meter-Freistoß in den Winkel das 2:0 erzielte und dabei für offene Münder bei den knapp 1550 Zuschauern sorgte. "Was für ein geiles Ding", bejubelte der kleine Lukas das Tor des Brasilianers. Christian Lell sorgte in der 45. Minute schließlich für den 3:0-Halbzeitstand. "Ich denke nicht, dass sie uns in der 2. Halbzeit noch abschießen werden", so die Prognose von Jänecke in der Pause. Und er sollte Recht behalten.

Zwar konnte Hertha zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff durch den eingewechselten österreichischen U-20-Nationalspieler Marco Djuricin auf 4:0 erhöhen, doch danach kam vom Bundesligisten kaum noch etwas. Und da die mitgereisten Hertha-Fans auf der eigens für sie aufgebauten "Gegentribüne" in der Folge nicht mehr viel zu bejubeln hatten, feierten sie sich mit kreativen Sprechchören nur noch selbst. Auf dem Platz dagegen schafften es die Oranienburger sogar, die großen Favoriten vom eigenen Tor wegzuhalten. Lediglich ein Freistoß von Rukavytsya, der gegen den Pfosten des OFC-Gehäuse klatschte, sorgte nochmal für Gefahr. Ansonsten hatte der in der Halbzeitpause für Jänecke eingewechselte Christian Miemitz im Tor der Gastgeber nicht viel zu tun. Auf der anderen Seite kamen die Kreisstädter sogar noch zu einer kleinen Kopfballchance von Martin Schönhoff und einem Schuss von Fabio Tettenborn übers Tor. Kurz vor dem Ende setzte Kiesewetter mit dem 5:0 (89.) dann schließlich den Schlusspunkt unter eine Partie, in der Hertha BSC nicht wirklich mehr machte als nötig und der OFC sich zumindest viel Respekt erkämpfte.

OFCE.de, 15.10.2011 | Vom Webteam

Foto-Show rund um die Partie



MAZ, 07.10.2011 | Von Stefan Blumberg

Das Freistoßtor mit Ansage
Rund um das Hertha-Spiel: Zuguckende Polizisten, ruhige Zuschauer, Schüsse an den Bus

Der Hertha-Auftritt in Oranienburg gestern Abend war nicht nur für die Fans des Kreisstadt-Fußballs etwas. Mitglieder aus vielen anderen Vereinen zog es in die Carollis-Toleranz-Arena, um die Nummer 1 aus der Berlin-Brandenburger Region zu sehen. Einen doppelten Grund, zum Hertha-Spiel zu kommen, hatte der Liebenwalder Fußballer Norman Bernhardt. Er ist Polizist und musste das Spiel absichern. Ganz sicher war sich Fabian Lenz, Spieler des Oranienburger FC, in einem Punkt: "Für uns war dieses Spiel eine tolle Erfahrung. Ich glaube, wir haben uns ganz gut verkauft. Mein Wunsch war, dass wir unter zehn Gegentore bleiben. Jetzt sind es nur fünf geworden. Ich hoffe, dass wir von dieser Leistung etwas in die nächsten Spiele mitnehmen können."

Mitgenommen haben die Berliner Fans die Auffassung, die sie nach den 90 Minuten gewonnen und schon während des Spiels einmal lauthals verkündet hatten: "Ohne Hertha ist hier gar nichts los!" Auch wenn die Zuschauer gestern Abend tatsächlich ziemlich still blieben, stimmt das nicht ganz. Denn Thomas Wjasmin, neben Ralf Leiskau einer der beiden Stadionsprecher, forderte die Fans beider Mannschaften auf, akustisch Stimmung zu machen. Und siehe da, es wurde kurz mal laut im großen Rund.

Dass das Runde ins Eckige muss, wusste gestern jeder. Einer konnte sogar vorhersagen, wo genau der Ball im Tor landet. Bengt Steudtner, Handballer beim Oranienburger HC, hatte vorm Freistoßtreffer zum 2:0 angesagt, wohin der Ball geht: "Oben links." Schütze Raffael musste es gehört haben und zirkelte den Ball dorthin. Apropos Bälle: Vor denen brauchten die Zuschauer gestern keine Angst haben. Zumindest die Fans, die hinter den Toren standen. Denn der OFC hatte dort etwa zwei Meter hohe Zäune aufgestellt. Die reichten aber nicht aus, um die Torschussversuche in der Halbzeitpause abzufangen. So landete der eine oder andere Ball auch direkt am Hertha-Bus.

Im Hertha-Tor verfing sich aber kein Ball. Nicht tragisch, fand OFC-Trainer Gerd Pröger: "Hertha überzeugte mit Ballsicherheit, wir konnten nur läuferisch dagegenhalten. Ein Ehrentor wäre schön gewesen, aber es sollte nicht sein."

MAZ, 07.10.2011 | Von Stefan Blumberg

War Hertha das Eintrittsgeld wert?
Umfrage unter Zuschauern

Matthias Carl, Oranienburg: Na einhundertprozentig. Die Herthaner hatten ein angenehmes Auftreten. Es ging alles fair über die Bühne. Durch die Auswechseleien in der zweiten Halbzeit war klar, dass der Spielfluss dann irgendwann verloren geht. Ich finde, der OFC hat sehr gut gegengehalten. Sicherlich wissen wir, dass Hertha noch mehr Gas geben kann, aber es war ja die halbe zweite Mannschaft - und deshalb hielt sich das Ergebnis in Grenzen. Ich fand, es war eine ordentliche Geschichte.

Marcel Illmann, Oranienburg: Hertha hat mit 70 Prozent gespielt. Wenn die ihre Eins-gegen-eins-Situationen voll durchgezogen hätten, dann wäre das Spiel sicherlich anders ausgegangen. Die Berliner haben das Tempo herausgenommen und wollten die Aufgaben spielerisch lösen. Es war ein Freundschaftsspiel. Unsere Mannschaft hatte zwei, drei Situationen, in denen es mit dem Ehrentreffer hätte klappen können. Schade. Aber man darf nicht vergessen, dass es sechs Klassen Unterschied waren.

Adrian Hey, Flatow: Die Probleme, die Hertha im Spielaufbau in der Bundesliga hat, zeigten sich auch gegen Oranienburg. Aber es war ja nicht die komplette Truppe dabei. Sicherlich ist so ein Spieler wie Raffael einer, bei dem das Zugucken Spaß macht. Und wenn er dann an einem vorbeigeht und winkt, hat das was. Ich bin ab und zu mal im Olympiastadion - da läuft es auf dem Platz anders lang. Die zehn Euro Eintrittsgeld fand ich ein bisschen viel, trotzdem war es eine schöne Freitagabend-Beschäftigung.

Klaus-Peter Müller, Oranienburg: Ich bin ein bisschen enttäuscht vom Spiel der Hertha. Gerade den erfahrenen Spielern wie Lell unterliefen ziemlich viele Fehlpässe. Und dann bin ich wenigstens davon ausgegangen, dass die Jüngeren ein bisschen Gas geben, aber das haben sie auch nicht gemacht. Vielleicht ist das so üblich bei Freundschaftsspielen. Es ging recht vorsichtig auf dem Platz zu. Die Oranienburger haben ihre Sache ganz gut gemacht und entsprechend ihrer Möglichkeiten gespielt.

Berliner Morgenpost, 08.10.2011 | Von Martin Kleinemas

Hertha präsentiert sein neues Juwel Kiesewetter
Für die Berliner traf das 18-jährige Jungtalent Jerome Kiesewetter doppelt.

Für die Berliner wiederum ist das Freundschaftsspiel beim Tabellenführer der Landesliga Nord, siebte Spielklasse, wie eine Reise in eine andere Zeit. Eine Reise, die sie zwischen der zeitweiligen Gala beim 3:0 gegen den 1. FC Köln und der prestigeträchtigen Partie beim FC Bayern München am kommenden Sonnabend zur rechten Zeit kommt. In Oranienburg ticken die Uhren fußballtechnisch eine ganze Ecke langsamer ...

Zum vollständigen Artikel der Morgenpost ...

OGA, 07.10.2011 | Von Thomas Gutke

Nur Raffael zaubert vor 1550 Fans
Der Landesliga-Spitzenreiter schlug sich gegen die Stars aus der Hauptstadt wacker

Mit 5:0 (3:0) gewann Fußball-Bundesligist Hertha BSC am Freitagabend ein Freundschaftsspiel beim OFC Eintracht. Der Landesliga-Spitzenreiter schlug sich gegen die Stars aus der Hauptstadt wacker - ein Ehrentreffer war ihnen jedoch nicht vergönnt.

Für den OFC war das Spiel gegen die Alte Dame der Höhepunkt anlässlich der Feierlichkeiten zu 110 Jahren Fußball in Oranienburg. Hertha BSC hatte den Fußball mit einem Werbefußballspiel einst in die Stadt gebracht.
Vor 1550 Zuschauern in Carollis-Toleranz-Arena war es Jerome Kiesewetter, der die Herthaner in der 16. Minute mit 1:0 in Führung brachte. Der Bundesliga-Aufsteiger blieb auch in der Folge am Drücker, ohne jedoch vollends zu überzeugen - schließlich war es ja auch nur ein Testspiel. Glanzvoller Höhepunkt des Abends war das Tor zum 2:0. Einen Freistoß von der linken Seiten aus gut 20 Metern zirkelte Raffael rechts an der Oranienburger Mauer vorbei ins Tor - zum Zungeschnalzen. Anschließend ließen die wacker kämpfenden Oranienburger nicht mehr viel zu. Trotzdem kassierten sie praktisch mit dem Pausenpfiff noch das 0:3 durch Christian Lell.
In der zweiten Halbzeit konnte sich der sechs Klassen tiefer spielende Gastgeber etwas vom gegnerischen Druck befreien. Dabei sprang sogar eine halbe Kopfballchance für Sascha Kuck heraus (47.). Hertha kam bei kalten Temperaturen um die sechs Grad nur noch zu wenigen Gelegenheit - auch, weil die Oranienburger jetzt sehr aufmerksam agierten. Trotzdem nutzte der eingewechselte Marco Djuricin nach 55 Minuten eine Einschuss-Chance zum 4:0 für die Berliner. Als sich viele der Zuschauer schon auf den Heimweg machten, traf Kiesewetter noch zum 0:5-Endstand (89.).

HBSC, 07.10.2011 | Von Hertha BSC Online

Hertha BSC gewinnt 5:0 in Oranienburg
Fußball-Bundesligist landet sicheren Sieg gegen den OFC

Die Länderspielpause nutzte Hertha BSC zu einem Freundschaftsspiel in Oranienburg. Beim Oranienburger FC Eintracht siegte das Team von Trainer Markus Babbel am Freitagabend (07.10.11) ungefährdet mit 5:0 (3:0). Die zuletzt nicht so häufig zum Einsatz gekommenen Maik Franz, Maikel Aerts, Fabian Lustenberger oder auch Nikita Rukavytsya standen ebenso in der ersten Elf wie die Youngster John Anthony Brooks, Alfredo Morales und Jerome Kiesewetter.

Zur offiziellen Eröffnung der Carollis Toleranz Arena, die von vielen freiwilligen Helfern gebaut worden ist, dominierte die Truppe von Markus Babbel von Beginn an. Es dauerte jedoch eine Viertelstunde, ehe die Herthaner ihre Überlegenheit in Zählbares ummünzten. Raffael bediente schön Jerome Kiesewetter, der eiskalt vor dem Tor das 1:0 markierte (16.). Raffael sorgte dann nach einer knappen halben Stunde mit einem direkten Freistoß in den Winkel für das 2:0 (29.). Eingeleitet von John Anthony Brooks und nach einem starken doppelten Doppelpass zwischen Alfredo Morales und Raffael war Christian Lell dann auf halbrechts durch und traf zum 3:0-Halbzeitstand ins kurze Eck (45.).

Zur Pause wechselte Markus Babbel viermal, für Lell, Mijatovic, Niemeyer und Raffael kamen Sascha Burchert als Feldspieler, U23-Spieler Atakan Yigitoglu sowie Marco Djuricin und Andreas Ottl. Zwei der vier Einwechselspieler sorgten gleich für das 4:0. Burchert passte von der Torauslinie zurück in die Mitte, wo Djuricin aus fünf Metern einnetzte (52.). Kurz darauf hatte Nikita Rukavytsya Pech, als sein Freistoß nur ans Latenkreuz klatschte (55.). Die Herthaner dominierten weiter gegen wacker kämpfende Gastgeber, die durch Stefan Lissner die gute Chance zum Anschlusstreffer besaßen, doch Oranienburgs Angreifer zielte aus guter Position knapp am rechten Winkel vorbei (75.). So setzte Kiesewetter nach schönem Zuspiel von Djuricin kurz vor dem Ende den Schlusspunkt und chippte den Ball am herauseilenden Keeper vorbei zum 5:0 in die Maschen.

Hertha BSC: Aerts - Lell (46. Burchert), Franz, Mijatovic (46. Yigioglu), Brooks - Niemeyer (46. Ottl), Lustenberger - Morales, Raffael (46. Djuricin), Rukavytsya - Kiesewetter

Oranienburger FCE: Jänicke (Miemitz) - Kühl, Amuri, Malanowski, Ratajczak - Lenz, Lipp, Ben-Abdallah, Morsch - Schönhoff, Lißner (Schmidt, Berg, Knaack, Kuck, Tettenborn, Adler)

Tore: 0:1 Kiesewetter (16.), 0:2 Raffael (29.), 0:3 Lell (45.), 0:4 Djuricin (52.), 0:5 Kiesewetter (89.)
Gelbe Karten: keine
Schiedsrichter: Daniel Harting
Spielort: Carollis Toleranz Arena, Oranienburg
Zuschauer: 1.550


MAZ, 24.08.2011 | Von Stefan Blumberg

Hertha BSC spielt in Oranienburg
Fußball-Bundesligist Hertha BSC wird am 7. Oktober in Oranienburg spielen

Das teilte der Manager des Oranienburger FC, Helmut Bugiel, gestern mit. "Wir wollten zum 110. Vereinsgeburtstag etwas Besonderes machen und sind an der Hertha-Geschichte schon ein halbes Jahr dran", sagte der OFC-Manager. Nun kann er Vollzug melden. An dem Tag, es ist ein Freitag, will der Verein die neue Anlage in der Carollis-Toleranz-Arena in Betrieb nehmen und übergeben. Das betrifft vor allem die Flutlichtanlage und die Tribüne.

Für die Profis kommt der Test gerade gelegen, denn an jenem Wochenende ist Länderspielpause. Die Herthaner sind derzeit nicht mit vielen Nationalspielern bestückt, deshalb können die Fans davon ausgehen, dass die Berliner weitestgehend mit ihrer ersten Garde antreten werden. Ob der Oranienburger an dem Wochenende ebenso frei hat, hängt vom Abschneiden der Mannschaft in der ersten Pokalrunde ab. Da empfängt die Mannschaft den Brandenburgligisten FC Stahl Brandenburg. Nur im Falle eines Weiterkommens wäre es in Betracht zu ziehen, dass das Pokalspiel auf Sonntag, 9. Oktober, verlegt wird.

Der Oranienburger FC wird von den finanziellen Forderungen der Bundesligaclubs nicht erdrückt. "Wir haben Sponsoren gefunden, die uns helfen. Allerdings kommt uns auch der 1. FC Lübars entgegen. Der 1. FC Lübars und Hertha BSC kooperieren", sagt Helmut Bugiel. Zu der Vereinbarung zählt auch ein Spiel gegeneinander. Da die Lübarser darauf verzichten, traten sie die Begegnung an die Oranienburger ab. Helmut Bugiel: "Das ist schon eine tolle Sache!"



DATUM: 07. Oktober 2011
ANSTOSS: 18.30 Uhr
ORT: Carolies-Toleranz-Arana, Oranienburg, Andre-Pican-Straße 41a

VORVERKAUF: ab 23.09.2011

VERKAUFSTELLEN:
OFCE-Vereinsgaststätte, Herr Mario Siggl, Tel. 0172-80 77 127

Oranienburger Generalanzeiger Ticketverkauf, Tel. 03301-56 63 10

TURM ErlebnisCity Oranienburg
André-Pican-Straße 42, 16515 Oranienburg
Kundencenter Info-Hotline: 03301- 57 38 1111
E-Mail: kundencenter@erlebniscity.de

Am Spieltag an der Tageskasse ab 16.30 Uhr



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